Der zweifache Oscar-Preisträger Pedro Almodóvar, einstiges Enfant terrible und inzwischen künstlerisch und kommerziell erfolgreichster Autorenfilmer Europas, erfindet sich stets neu und bleibt sich gleichwohl treu. Das gilt auch für "Volver - Zurückkehren", in dem Almodóvar erneut von überdrehten - dabei aber erfrischend authentischen - Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs erzählt. Übergangslos knüpft sozialrealistische Beobachtung an die humorvoll-groteske Beseitigung einer Männerleiche an. Auf seine unnachahmliche Weise verbindet Almodóvar zudem das Missbrauchs-Drama mit einer spanischen Geistergeschichte.
Passend dazu gibt es ein Wiedersehen mit seiner früheren Muse Carmen Maura, die sich nach "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" mit dem Meister überworfen hatte und nach 18 Jahren erstmals wieder bei ihm auftritt. "Volver - Zurückkehren" ist aber in erster Linie eine Hommage an Oscar-Preisträgerin Penélope Cruz ("Vicky Cristina Barcelona"), ursprünglich eine Entdeckung Almodóvars, die hier dezent an Sophia Loren erinnert.