"5 x 2 - Fünf mal zwei" erzählt eine großartige, packende Liebesgeschichte: Obwohl der Zuschauer die Wahrheit des Scheiterns vor Augen hat, plädiert der Film eindringlich für die Liebe, denn wie im wahren Leben bleibt am Ende einer Liebe der anfängliche Zauber am stärksten im Gedächtnis haften. In seiner schnörkellos konzentrierten Inszenierung vermeidet Frankreichs Starregisseur François Ozon jegliches Psychologisieren. Und nicht zufällig neigt der ausgewiesene Frauenregisseur ("Swimming Pool", "Acht Frauen") Marion zu, die von der brillanten Valeria Bruni-Tedeschi als fragile, aber letztlich starke Frau gespielt wird, während Stéphane Freiss als innerlich schwacher Mann in aggressivem Selbstmitleid verharrt.