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© ARD Degeto Lupe
Marion (Valeria Bruni-Tedeschi) und Gilles (Stephane Freiss) feiern ein rauschendes Hochzeitsfest.
5 x 2 - Fünf mal zwei
Gilles und Marion sitzen vor dem Scheidungsrichter, der über den Scherbenhaufen ihres gemeinsamen Lebens befindet. Doch wie ist es dazu gekommen? François Ozon dreht die Chronologie des Scheiterns um und erzählt in seinem Film die Geschichte rückwärts: fünf "Szenen einer Ehe", vom schmerzvollen Ende bis zum prickelnden Anfang.
© ARD Degeto Lupe
Die selbstbewusste Marion (Valeria Bruni-Tedeschi) trennt sich von ihrem Mann.
Marion (Valeria Bruni-Tedeschi) und Gilles (Stéphane Freiss) sitzen mit versteinerten Gesichtern vor dem Scheidungsrichter, der monoton die Trennungsmodalitäten bekannt gibt. Dann nehmen sie ein Hotelzimmer, um ein letztes Mal miteinander Sex zu haben. Als Marion sich anders entscheidet, wird sie von Gilles vergewaltigt - die Beziehung ist endgültig tot. Doch wie ist es dazu gekommen? Der Film dreht die Chronologie des Scheiterns um und erzählt die Geschichte rückwärts: fünf "Szenen einer Ehe", vom schmerzvollen Ende bis zum prickelnden Anfang.

In der nächsten Episode haben Marion und Gilles ein schwules Paar, Christophe (Antoine Chappey) und Mathieu (Marc Ruchmann), zum Diner eingeladen. Längst schon herrscht gereizte Stimmung zwischen den Eheleuten, die von verletzenden Geständnissen Gilles' noch verstärkt wird. Ein weiterer Schlüsselmoment ist die Geburt des gemeinsamen Kindes. Gilles hat Angst, Marion beizustehen. Er wartet feige in einem Restaurant, während Marion die Geburt alleine durchsteht.


Am Ende der Liebe bleibt ihr anfänglicher Zauber
© ARD Degeto Lupe
Als Marion und Gilles sich zum ersten Mal treffen, hängt der Himmel noch voller Geigen.
Doch schon bei der Hochzeit, der nächsten Station in diesem Beziehungsdrama, klingt Marions und Gilles mangelnde Zusammengehörigkeit an: Nach der beschwingten Feier schläft Gilles betrunken ein, worauf sich die aufgekratzte Braut zu einem schnellen Seitensprung mit einem Amerikaner hinreißen lässt. Beim Happy End schließlich, dem "Happy Beginning" ihrer Beziehung, treffen die beiden flüchtig miteinander bekannten Arbeitskollegen sich zufällig im Italienurlaub, flirten zaghaft am Strand und tauchen vor einer glutroten Sonne gemeinsam ins Meer.

"5 x 2 - Fünf mal zwei" erzählt eine großartige, packende Liebesgeschichte: Obwohl der Zuschauer die Wahrheit des Scheiterns vor Augen hat, plädiert der Film eindringlich für die Liebe, denn wie im wahren Leben bleibt am Ende einer Liebe der anfängliche Zauber am stärksten im Gedächtnis haften. In seiner schnörkellos konzentrierten Inszenierung vermeidet Frankreichs Starregisseur François Ozon jegliches Psychologisieren. Und nicht zufällig neigt der ausgewiesene Frauenregisseur ("Swimming Pool", "Acht Frauen") Marion zu, die von der brillanten Valeria Bruni-Tedeschi als fragile, aber letztlich starke Frau gespielt wird, während Stéphane Freiss als innerlich schwacher Mann in aggressivem Selbstmitleid verharrt.


Sendedaten
Donnerstag, 16. August 2012, 22.25 Uhr
Credits
(Cinq fois deux)
Spielfilm, Frankreich 2004, 84 Minuten
Regie: François Ozon
Mit: Valeria Bruni-Tedeschi, Stéphane Freiss, Géraldine Pailhas, Françoise Fabian, Michael Lonsdale u. a.
Filmreihe
LiebesSpiele
Vom 14. bis 31. August 2012
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