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Dienstag, 17. Oktober
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Im Supermarkt ist das Wasser rein.
Wem gehört das Wasser?
Wasser ist eine der wertvollsten Ressourcen der Erde. Obwohl der "blaue Planet" zu einem Großteil von Wasser bedeckt ist, sind nur 0,3% der gesamten Wassermenge trinkbar. Und der Kampf um den Besitz der weltweiten Wasserreserven hat längst begonnen. Mehrere Weltkonzerne liefern sich ein Wettrennen um die besten Trinkwasserquellen.
Wasser ist lebenswichtig. Und für immer mehr Menschen auf der Welt wird der Zugang zu frischem Trinkwasser zu einem Problem. Tausende Menschen sterben jeden Tag weltweit durch verschmutztes Wasser.

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Mit einfachen Instrumenten wird die Wasserqualität geprüft.
Westliche Konzerne sichern sich hingegen rechtzeitig die sauberen Quellen und machen damit ein gutes Geschäft - allen voran Coca Cola, Pepsi und Nestlé, der größte Lebensmittelhersteller des Planeten. Durch die globale Privatisierung von Trinkwasser wird der Kampf um die wichtige Ressource immer stärker vorangetrieben. Dabei ist ausreichendes und sauberes Wasser ein Menschenrecht. Und es stellt sich die Frage: Wem gehört das Wasser?

Ein Menschenrecht, doch nicht für alle
Die Vereinten Nationen haben den Zugang zu sauberem Wasser zu einem Menschenrecht erklärt. Für die Getränkehersteller ist Wasser dagegen das "blaue Gold", ein Produkt, das seinen Preis haben müsse. Nur, wer soll dafür wie viel bezahlen - und wer verdient daran?
Denn der Handel mit sauberem Wasser in Flaschen ist ein äußerst lukratives Geschäft. Die Wassergiganten kaufen rund um den Globus die besten Quellen auf und machen schon heute damit Milliardengewinne. Denn was billig aus öffentlichen Quellen abgepumpt wird, kann später zu deutlich höheren Preisen in Flaschen wieder verkauft werden. Wer darunter leidet, sind die Menschen vor Ort: Durch die weltweite Wasserprivatisierung stieg der Preis für Trinkwasser in manchen Regionen um bis zu 200 Prozent. Ein Preis, den viele Menschen in den betreffenden Regionen nicht mehr zahlen können.

Sauberes Trinkwasser nur noch im Supermarkt?
Lupe
Vielerorts muss das Wasser noch immer mühsam in die Häuser getragen werden.
So ergibt sich eine geradezu paradoxe Situation: Auf der einen Seite Großkonzerne wie Nestlé, die in Ländern wie Brasilien, Pakistan oder Südafrika die sauberen Trinkwasserquellen anzapfen. Und auf der anderen Seite die Menschen die dort leben, ohne eigenen Zugang zu frischem Wasser und dafür mit abgepackten Flaschen in den Läden, die sie sich nicht leisten können. Stattdessen bleibt ihnen nur, kilometerweit zu den verbliebenden öffentlichen Quellen zu laufen oder das schmutzige Wasser vor Ort zu nehmen, das mit Chemikalien und Bakterien vergiftet ist. Doch langsam regt sich Widerstand gegen die großen Wasserkonzerne.

Die Sendung folgt den Spuren der Milliardengeschäfte mit dem Wasser rund um den Globus. Nestlé hat die Strategie für diese Geschäfte vorgegeben. Der frühere Konzernchef Helmut Maucher forderte: "Wasser wird weltweit immer knapper, deshalb wollen wir die Hand auf die Quellen halten".

Sehen Sie am Freitag, 14. Februar 2014, 20.15 Uhr eine Dokumentation von Christian Jentzsch über die Zukunft der weltweiten Wasserwirtschaft.


Sendedaten
Freitag, 14. Februar 2014, 20.15 Uhr
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Sehen Sie die ganze Sendung als Video in der Mediathek des WDR
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© apnMilliardenmarkt Wasser
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