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Mai 2013
Goldene Zeiten voraus
Rückblick
Myanmars Reise in die Zukunft
Seit der Öffnung Myanmars wächst das internationale Interesse an dem südostasiatischen Land. Bislang blieb Journalisten eine Bestandsaufnahme jedoch weitgehend verwehrt.
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© dpa Lupe
Geistigbehinderte Kinder des Gottlob-Weißer-Hauses in Schwäbisch Hall (ca. 1930): Mehr als 10.000 Kinder wurden in der NS-Zeit der Vernichtung preisgegeben - ermordet und gequält von Ärzten, Psychiatern und ihren Helfern.
Rassenwahn und Weltherrschaft
Züchten und Vernichten
Die Weltherrschaft der nordischen Rasse war das wichtigste Ziel der NS-Ideologie. Besessen davon, gründete Heinrich Himmler, Reichsführer-SS, den Verein "Lebensborn". Gedacht als konspiratives Entbindungsheim für rassisch wertvolle ledige Mütter, wuchs der Plan für eine Zuchtanstalt heran.
Rassismus in dieser Form gab es jedoch nicht nur in Deutschland. Die "Internationale der Rassisten" formierte sich ab etwa 1850 als eine Art "Rassenbund europäischer Völker" oder "blonder Internationalismus". In ihren Reihen entstand die Eugenik, die "Rassenhygiene". Aus ihr folgte die Sterilisation von Menschen, die als minderwertig betrachtet wurden. Die Opfer waren nicht nur "Erbkranke", sondern auch Angehörige sozialer Randgruppen. Rassenspezialisten wirkten in der Schweiz, in den USA, in allen skandinavischen Staaten.

Zentrale Ideen der Nationalsozialisten, wie die Deutung der Geschichte als Daseinskampf , in dem nur die Besseren überleben, haben ihren Ursprung in frühen sozialdarwinistischen Theorien. Der englische Sozialphilosoph Herbert Spencer prägte Mitte des 19. Jahrhunderts den Ausdruck "Survival of the Fittest" für Darwins Idee der natürlichen Auslese. Englands politische Elite nahm Darwins Theorie als Rechtfertigung, um Arbeitslose in "Arbeitshäuser" zwangseinzuweisen, nach Geschlechter getrennt, um die Fortpflanzung der sozialen Unterschicht zu kontrollieren oder gar zu unterbinden.

Im Deutschen Reich unter nationalsozialistischer Herrschaft verbanden sich Rassenhygiene und eine radikale Ideologie. Als Folge wuchs die Zahl der Zwangssterilisationen und der Kreis der Opfer. Etwa 500.000 Frauen wurden im Zuge der "Rassenhygiene" zwangssterilisiert. Die Hemmschwelle für die Tötung von "Unheilbaren" sank. Die "Euthanasie" begann. Sie umfasste den Mord an Kranken und Behinderten, an ethnischen Minderheiten wie Sinti und Roma, und gipfelte in der Vernichtung von Millionen europäischer Juden.

Der Film von Ursula Böhm und Ulrich Knödler dokumentiert die grauenhafte Praxis der Rassenhygiene.


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Freitag, 20. Juli 2012, 20.15 Uhr
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