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Mai 2013
Alltag eines schwindenden Volkes
Rückblick
In der Mitte ein Feuer
"Mein Volk geht ja zu Ende, doch wir wollen wenigstens die Gehspuren eines Volkes hinterlassen", sagt der tuwinische Schriftsteller Galsan Tschinag. Über das Leben der Nomaden in der Westmongolei.
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© SWR/Lothar Zimmermann Lupe
Marlene H. hat Diabetes Typ 2. Sie wird im Diabetes Zentrum Mergentheim behandelt und geschult.
Kampf dem Zucker
Raus aus der Diabetesfalle
Zu viel Zucker im Blut ist gefährlich: Diabetiker haben ein deutlich erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Doch in Deutschland erkranken täglich fast 1.000 Menschen an Diabetes. Damit hat Deutschland die höchste Quote an "Zuckerkranken" in Europa. Wie kann man sich vor Diabetes schützen? Wie ernährt man sich richtig, und welche Therapien gibt es? Und was bringen die meist sehr teuren Lebensmittel für Diabetiker?
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Diabetiker müssen genau prüfen, was in Lebensmitteln steckt. Gefahr droht nicht nur von zu viel Zucker, sondern auch von zu viel Fett.
Jahrzehntelang wurden mit dem Hinweis "Für Diabetiker geeignet" als gesund angepriesene Diabetikerlebensmittel in Supermärkten verkauft. Bald ist damit Schluss, denn im September 2010 hat der Bundesrat beschlossen, dass keine entsprechenden Lebensmittel mehr produziert werden dürfen. Allerdings gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren bis zum Oktober 2012.

Das Verbot kam nicht ohne Grund: Diabetikerlebensmittel schaden oft mehr, als sie nützen. Viele enthalten zu viel Fett, und die meist verwendeten Zuckeraustauschstoffe wie Xylit, Mannit, Isomalt, Sorbit oder Fructose enthalten fast genauso viele Kalorien wie normaler Zucker. Sie erhöhen dann zwar nicht den Blutzuckerspiegel, machen aber trotzdem dick. Für Diabeteskranke gelten daher die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für die Allgemeinbevölkerung: angepasst an den tatsächlichen Kalorienbedarf, ballaststoffreich, vollwertig, viel frisches Obst und Gemüse und Alkohol nur in Maßen.


Umfassende Änderung des Lebensstils sehr wichig
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Check up, Belastungs-EKG: Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.
Das Gefährliche an der Diabetes sind die Folgeerkrankungen: Durch die Zuckerablagerungen verengen sich die Gefäße, Füße werden nicht mehr richtig durchblutet, Herzinfarkte oder Schlaganfälle drohen. Übergewicht gilt als einer der Hauptrisikofaktoren bei der Diabetes mellitus vom Typ 2. Hinzu kommt die genetische Veranlagung, wobei wahrscheinlich viele Gene an der Entstehung beteiligt sind. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Studien, die zeigen, dass zur Verhinderung eines Diabetes mellitus Typ 2 eine umfassende Lebensstiländerung die wirksamste Maßnahme ist.

Durch eine mit einer Ernährungsumstellung verbundene Gewichtsabnahme und vermehrte Bewegung sinkt das Risiko deutlich. Mindestens dreimal in der Woche für wenigstens 30 Minuten leicht anstregende Bewegung sollte es aber mindestens sein. Sind Maßnahmen, wie eine Umstellung der Ernährung und des Lebensstils, Gewichtsreduktion und Bewegung ausgeschöpft, bleibt schließlich die medikamentöse Therapie, zu der es je nach Schwere der Erkrankung verschiedene Therapieansätze gibt.

Filmautor Lothar Zimmermann begleitet in seiner Dokumentation, die Sie am Freitag, den 13. Juli 2012, von 20.15 Uhr an sehen können, Menschen, die an Diabetes erkrankt sind. Zum Beispiel Artur S., der von seiner Krankheit lange nichts wusste. Denn Diabetes vom Typ 2 macht anfangs überhaupt keine spezifischen Beschwerden. Seit er von seiner Krankheit weiß, hat er seine Lebensweise umgestellt, um Folgeschäden wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu vermeiden.


Sendedaten
Freitag, 13. Juli 2012, 20.15 Uhr
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