Professor Andor Izsáks Leidenschaft gehört der alten Musik der Synagogen. Er steht kurz vor der Erfüllung seines Lebenstraums: mitten in Hannover, in der alt ehrwürdigen Villa Seligman soll das neue europäische Zentrum für jüdische Musik entstehen. Ein Ort, an dem Menschen der unterschiedlichen Religionen zusammenkommen sollen. Andor Iszak will mit seiner Musik Brücken bauen. Rabbi Benjamin Wolff leitet in Hannover das orthodoxe jüdische Bildungszentrum Chabad Lubawitsch. Er ist mit seiner Familie aus Israel nach Hannover gekommen, um "das Judentum in Hannover zu entwickeln" und vergessene Traditionen zu lehren.
Arkadi Litvan, der zweite Vorsitzende der ältesten und größten jüdischen Gemeinde in Hannover, stammt aus Odessa. Die meisten seiner Gemeindemitglieder sind ebenfalls aus der ehemaligen Sowjetunion gekommen, obwohl kaum einer von ihnen religiös ist. Beim Gottesdienst sind Männer und Frauen streng getrennt. Im Keller der Synagoge befindet sich die Mikwe, das Tauchbad für die rituelle Reinigung der Frauen nach dem Zyklus.