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© dpa Video
Mit dem "Deutschen Fernsehpreis" für seine Sendung "Druckfrisch" wurde der studierte Germanist Scheck 2011 ausgezeichnet. Sehen Sie die Sendung in der Mediathek (45 Min.)
Peter Voß fragt Denis Scheck
Für Bücher, die ihm nicht gefallen, findet er deutliche Worte. Umso entzückter spricht er von Lektüre, die er gut findet: Kritiker Denis Scheck ist einer der wichtigsten Köpfe des deutschen Literaturbetriebes. Doch der gebürtige Schwabe kann auch polarisieren, wie ein Auftritt in seiner ARD-Sendung "Druckfrisch" vor einigen Jahren zeigte.
"Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue"
© dpa Lupe
Was Denis Scheck nicht gefällt, kommt in die Tonne.
Erfrischend unterhaltsam weiß Denis Scheck, Literatur zu kritisieren. Eigenen Angaben zufolge verlässt er das Haus nie ohne Lesestoff. In seiner ARD-Sendung "Druckfrisch", die er bereits seit 2003 moderiert, bespricht Scheck einmal im Monat neueste literarische Werke und Bestseller und trifft sich mit Schriftstellern.

Ungeliebte Bücher wirft er darin schon mal in die Tonne, lesenswerte Lektüre empfiehlt er den Zuschauern dagegen mit den Worten "Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue", einer Anspielung auf das Zitat der Filmfigur Sledge Hammer aus der gleichnamigen Fernsehserie. Kurzen Prozess macht Scheck in der Sendung etwa mit den Büchern aus der Spiegel-Bestsellerliste, die er regelmäßig vorstellt - und auseinandernimmt: "Unliterarisch. Undiskutabel."

Die Autoren der in Schecks Augen stümperhaften Werke sind allerdings nicht die Einzigen, die in seiner Sendung ihr Fett weg kriegen: Auch mit gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigte sich Scheck darin bereits. So malte er sich in einer Ausgabe von "Druckfrisch" im Januar 2013 das Gesicht schwarz an, um gegen die Entscheidung der Verlage Oettinger und Thienemann zu protestieren, Begriffe wie "Neger" aus Kinderbuchklassikern wie "Pippi Langstrumpf" oder "Die kleine Hexe" zu streichen. Jeder, der heute in Deutschland das Wort "Neger" benutze, sei ein Holzkopf, hatte Scheck in der Sendung gesagt. Trotzdem sei er dagegen, die alten Bücher umzuschreiben. Denn Kinder sollten früh lernen, dass Sprache lebendig sei und sich verändere.


Vorwürfe nach Protestaktion
© ARD Lupe
Anfang 2013 sorgte Scheck mit einem schwarz bemalten Gesicht für Wirbel.
Diese Aktion blieb nicht unkommentiert: Von wütenden Zuschauern und irritierten Journalisten wurde der Auftritt als diskriminierend bewertet. Denn das sogenannte Blackfacing steht, zumindest in den USA, in einer rassistischen Tradition. Scheck wehrte sich damals gegen diese Vorwürfe, etwa gegenüber dem US-Magazin "The New Yorker". Die Botschaft, die er habe transportieren wollen, sei keine rassistische gewesen.

Weniger Aufsehen erregte bislang das SWR-Büchermagazin "Lesenswert", das Scheck im Wechsel mit Kollegin Felicitas von Lovenberg moderiert. Neben seiner Arbeit als Literaturkritiker ist Scheck auch als Übersetzer, Literaturagent, Herausgeber und Autor tätig. Kürzlich veröffentlichte er das Sachbuch "Solons Vermächtnis. Vom richtigen Zeitpunkt im Leben", das er zusammen mit der Ärztin Eva Gritzmann schrieb. Beide Autoren widmen sich in dem vor vier Jahren erschienenen Buch "Sie & Er" auch den Geschlechterdifferenzen in der Esskultur. Ein Genießer ist Denis Scheck eben nicht nur im Literaturbereich.

Am Montag, 15. Februar 2016, 23.15 Uhr ist Denis Scheck zu Gast bei Peter Voß. Im Mittelpunkt steht die Frage: "Ab 50 abwärts - oder was?".

Bitte beachten Sie: Die nächste Sendung "Peter Voß fragt ..." wird am Sonntag, 20. März, 13.30 Uhr ausgestrahlt-


Sendedaten
Montag, 15. Februar 2016, 23.15 Uhr
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Das Literaturmagazin "Druckfrisch"
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