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Peter Voß fragt Hans-Werner Sinn
20. November
Staatsschulden: Zement oder brüchiger Kitt?
Wird sich im Sprachgebrauch neben dem "Schwarzen Freitag" (1929) auch der "Schwarze Juni" als Redensart einbürgern?
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Peter Voß fragt Udo Di Fabio
19. Juni
Der Westen - ein Auslaufmodell?
Wir können Einwanderer nicht mehr so einfach integrieren wie noch vor 50 Jahren. Das sagt Ex-Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio...
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© dpa Video
Peter Voß fragt Roman Herzog
Demokratie in der Krise?
Roman Herzog, von 1994 bis 1999 Präsident der Bundesrepublik Deutschland, hat vor allem durch seine Berliner Rede, die so genannte "Ruck-Rede", auf sich aufmerksam gemacht. Er begründete damit eine Tradition wiederkehrender großer Reden des Staatsoberhauptes. Herzog sieht die "Macht des gesprochenen Wortes" als wichtigste Waffe des Bundespräsidenten an.
Marktwirtschaft am Pranger?
Die Demokratie ist heute von vielen Seiten bedroht: Die Globalisierung verändert die Machtstrukturen, Konzerne agieren weltweit. Dagegen scheinen die nationalen Regierungen machtlos. Das schwächt auch und gerade Demokratien mit komplizierten Entscheidungsprozessen wie Deutschland. Dort ist die Demokratie angekommen, weil es ein Wirtschaftswunder gab. Wohlstand, Wachstum, das alles war hierzulande mit der demokratischen Regierungsform verbunden. Was aber, wenn es nicht mehr so gut läuft? Vor zwei Jahrzehnten noch konkurrenzloses Erfolgsmodell, steht die Marktwirtschaft jetzt selbst am Pranger. Die Finanzkrise hat ihre hässlichsten Seiten hervorgekehrt. Gleichzeitig zeigen Schwellenländer wie China, dass erfolgreiche Wohlstandssteigerung und Diktatur zusammengehen. Kommunismus und Markwirtschaft: Ist das das Modell der Zukunft?

Was mach das Amt des Bundespräsidenten aus?
In der aktuellen Ausgabe seiner Gesprächssendung begrüßt Peter Voß Roman Herzog. Die Frage an den ehemaligen Bundespräsidenten lautet: Ist die Demokratie in der Krise? Roman Herzog hat von 1994 bis 1999 das Amt bekleidet. Legendär ist seine Ruck-Rede aus dem Jahr 1997. Herzog forderte darin eine gemeinsame Anstrengung, um Deutschland aus dem Zustand der Mutlosigkeit und Lähmung zu befreien. Als Politiker und Jurist hat er sich immer als politischer Bundespräsident verstanden und seine Rolle sehr offensiv definiert.

Doch was genau macht das Amt des Bundespräsidenten aus? Ist es reine Repräsentation oder moralische Instanz? Ist der Bundespräsident Sonntagsredner oder prägendes Korrektiv? Seine Macht liegt nicht mehr - wie noch in der Weimarer Republik - in der politischen Gewalt, sondern in der geistigen Autorität. Darum ist die Person, die das Amt ausübt, so wichtig. Das Amt wächst mit seinem Inhaber - oder verliert. Alle Jahre gibt es die Debatte darüber, ob man den Bundespräsidenten vom Volk wählen lassen soll. Aber hat er dafür dann nicht zu wenig Macht? Und was bedeutet das in einer Mediendemokratie? Dass Günther Jauch die größten Chancen hat? Das sind Fragen, die es mit dem ehemaligen Amtsinhaber zu klären gillt.


Roman Herzog ist ein scharfsichtiger Beobachter unserer Gegenwart. Seine Analysen reichen weit über tagesaktuelle Kurzsichtigkeit hinaus. Er geht an die Fundamente unserer Republik. Seine Erfahrungen mit dem Grundgesetz führen ihn zu einer Diskussion der "Strukturmängel der Verfassung". In seinem jüngsten Buch geht es um die "Marktwirtschaft in der Zwickmühle".

Sendedaten
Montag, 19. Juli 2010, 22.25 Uhr
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