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South Georgia Island, Neugierige Königspinguine beobachten den Helikopter der Rattenjäger, der Köder ausstreut. Diese sind aber für die Pinguine ungefährlich.
Die Rettung der Pinguin-Insel
Südgeorgien in der Antarktis ist ein einzigartiger Lebensraum: Sie gilt als wichtigster Paarungstreff für Pelzrobben, Seeelefanten, Seeleoparden und Seebären. Sie ist Brutplatz von 50 Millionen Vögeln. Doch ein großer Teil der Vogelwelt ist dem Tode geweiht.
Gletscher, schneebedeckte Berge, Millionen von Pinguinen und Robben: Die subantarktische Insel Südgeorgien gilt als wichtigster Treffpunkt für Seevögel und Meeressäuger weltweit - als Serengeti in der Kälte. Doch eingeschleppte Ratten haben das Refugium für viele Tiere in eine tödliche Falle verwandelt. Jetzt versuchen Naturschützer, das menschenleere Eiland in seinen Urzustand zurückversetzen: mithilfe von Helikoptern und Gift. Es ist der größte Feldzug dieser Art in der Geschichte.

Ein logistischer Albtraum

Ines Possemeyer und Roland Gockel haben diesen einzigartigen Rettungseinsatz am Ende der Welt über Wochen begleitet, 1.400 Kilometer vom nächsten Hafen auf den Falklandinseln entfernt, in einer der stürmischsten Regionen der Erde.

Ein logistischer Albtraum inmitten spektakulärer Natur: Hunderttausende Königspinguine stehen in lärmenden Kolonien wie bei einem Open-Air-Konzert beisammen, die Robben-Strände sind voller als zur Hochsaison an der Adria.

Albatrosse fliegen zum Brüten ein, genauso wie bis zu 65 Millionen andere Seevögel. Aber Ratten plündern die Nester. So töten sie jährlich Millionen von Tieren.


South Georgia Island, Kamera: Roland Gockel: Neugierige Königspinguine vor der Kamera © BR/Roland Gockel South Georgia Island, Kamera: Roland Gockel: Neugierige Königspinguine vor der Kamera
Ein technisch interessierter Königspinguin vor der Kamera. © BR/Roland Gockel Ein technisch interessierter Königspinguin vor der Kamera.

Eine heikle Mission

Eine verlassene Walfangstation dient als Basis von "Team Rat", einem internationalen Team von erfahrenen Hubschrauber-Piloten und Antarktis-Spezialisten. Aus der Luft streuen sie Gift, am Boden inspizieren sie die Ruinen aus jener Zeit, als Südgeorgien der weltweit blutigste Schauplatz des Walfangs war.

Ihre größte Herausforderung: Nicht auch die zu töten, die sie schützen wollen. Aber wenn am Ende auch nur eine trächtige Ratte überlebt, war alles vergeblich.


Königspinguine vor dem Helikopter der Rattenjäger. © BR/Roland Gockel Königspinguine vor dem Helikopter der Rattenjäger.
Neugeborener Königspinguin. © BR/Roland Gockel Neugeborener Königspinguin.

Sendedaten
Montag, 30. Juli, 20.15 Uhr

Die Rettung der Pinguin-Insel

Film von Ines Possemeyer

Info
© brInes Possemeyer und Roland Gockel haben diesen einzigartigen Rettungseinsatz am Ende der Welt über Wochen begleitet, 1.400 Kilometer vom nächsten Hafen auf den Falklandinseln entfernt, in einer der stürmischsten Regionen der Erde.
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