© ARD Degeto/Oliver Feist
Der Film in der Mediathek (ab Dienstag, 17. Juni, 6 Uhr)Der Film in der Mediathek (ab Dienstag, 17. Juni, 6 Uhr)
Das neue Kindermädchen Wanda scheint alle Vorurteile von Bauunternehmer Karlheinz zu bestätigen: Sie ist Polin und arbeitet schwarz.
...und dann kam Wanda
Schwarzarbeit und Ausländerfeindlichkeit. Die Fernsehkomödie "…und dann kam Wanda" ist leicht angelegt, hat aber einen ernsten Hintergrund: Ein sturer Bauunternehmer muss erkennen, wie er durch seine Vorurteile sich selber immer wieder Eigentore schießt.
Karlheinz Kluss (Hannes Jaenicke) ist frustriert. Dem kleinen Bauunternehmer droht die Pleite: Die großen Aufträge schnappt sich die Konkurrenz mit Billigarbeitern aus dem Osten weg."Was fährt der denn hier für eine Scheiße zusammen? Hat der seinen Führerschein auf dem Polenmarkt gestohlen?"– Die ersten Worte von Hannes Jaenicke in der Rolle des Bauunternehmers Kluss sollen gleich mal klarstellen, worum es in dem Film geht: Polenklischees.

Karlheinz Kluss, eines Bauunternehmers vom alten Schlag, setzt auf deutsche Wertarbeit und sieht den Grund für die Pleite zahlreicher deutscher Firmen - auch seiner eigenen - in der Billigpolitik derjenigen Unternehmer, die osteuropäische Schwarzarbeiter engagieren, die "einem den Fuhrpark unterm Arsch wegklauen und keinen Cent Steuern bezahlen".


Der zwielichtige Auftrag in der Not

Um seinen Betrieb doch noch zu retten, heuert Karlheinz beim zwielichtigen Unternehmer Biekmann (Wilfried Hochholdiger) an.

Da aber während der Ferienzeit jemand auf seine Kinder aufpassen muss, engagiert der alleinerziehende Witwer widerwillig die Kellnerin Wanda (Karolina Lodyga) als Kindermädchen.Diese wirbelt nicht nur das festgelegte Familienleben durcheinander, sondern entwickelt sich zunehmend zum Sprachrohr der lange vernachlässigten der Kinder.


Karlheinz Kluss, ein gestandener Bauunternehmer aus Berlin, schlittert mit seiner kleinen Firma unaufhaltsam in die Pleite.  © ARD Degeto/Oliver Feist Karlheinz Kluss, ein gestandener Bauunternehmer aus Berlin, schlittert mit seiner kleinen Firma unaufhaltsam in die Pleite.
Der gestresste Witwer kann sich auch nicht um seine beiden Kinder kümmern.  © ARD Degeto/Oliver Feist Der gestresste Witwer kann sich auch nicht um seine beiden Kinder kümmern.

Bald sieht auch der mürrische Bauunternehmer mehr als nur die charmante Haushaltshilfe. Dumm nur, dass Wanda all seine Vorurteile zu bestätigen scheint: Insgeheim arbeitet die Deutsch-Polin schwarz und steht ganz oben auf der Liste der Zollfahndung!

Die Darsteller
Karlheinz Kluss Hannes Jaenicke
Wanda Karolina Lodyga
Sohn Vincent Matti Schmidt-Schaller
Tocher Vivi Bella Bading
Biekmann Wilfried Hochholdinger
Ronny Andreas Guenther
Hakan Michael Keseroglu
Hackmann Alexander Hörbe
Marek Adrian Topol
Zollbeamter Stefan Faupel

Aus Not engagiert der alleinerziehende Witwer widerwillig die Kellnerin Wanda (Karolina Lodyga) als Kindermädchen. © ARD Degeto/Oliver Feist Aus Not engagiert der alleinerziehende Witwer widerwillig die Kellnerin Wanda (Karolina Lodyga) als Kindermädchen.
Mit Wanda kommt frischer Wind in das festgefahrene Familienleben des Pedanten.  © ARD Degeto/Oliver Feist Mit Wanda kommt frischer Wind in das festgefahrene Familienleben des Pedanten.

Sendedaten
Dienstag, 19. Juni 2018, 20.15 Uhr

...und dann kam Wanda

Fernsehfilm, Deutschland 2014

Info
© dpaPro Jahr entstehe durch Schwarzarbeit am Bau ein Schaden von 127 Milliarden Euro, schätzt der Schwarzarbeitsforscher Friedrich Schneider von der Universität Linz, rund 28 Milliarden davon durch organisierte Kriminalität. Der derzeitige Bauboom verschärfe das Problem noch, meint Schneider.

Armin Rolfink, Direktionspräsident beim Zoll und oberster Leiter der dortigen „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“, bestätigt, dass sich die Kriminalität am Bau stark professionalisiert habe.Über Scheinfirmen, vorgetäuschte Arbeitsverhältnisse und fingierte Rechnungen werden bei Bauvorhaben bundesweit hohe Summen am Staat vorbei erwirtschaftet.

Immer wieder schleusen die Hintermänner dabei billige Arbeiter aus südosteuropäischen Ländern auf Baustellen nach Deutschland. Teilweise, das bestätigt der Bericht des Bundeskriminalamts von 2017, werde dabei die Grenze zum Menschenhandel überschritten.

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