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Webspecial "70 Jahre Israel"Webspecial "70 Jahre Israel"
Proklamation der Unabhängigkeit durch David Ben-Gurion; am 14. Mai 1948 wird der Staat Israel gegründet. Er sollte allen jüdischen Menschen auf der Welt Schutz und Sicherheit bieten.
70 Jahre Israel
Am 14. Mai 1948 hat David Ben-Gurion den Staat Israel ausgerufen. Wie hat sich das Land seitdem entwickelt? Wie leben die Israelis heute und welche Ängste, Sorgen und Hoffnungen haben sie? Und warum kommt der Nahe Osten einfach nicht zur Ruhe?
Mit ausgewählten Filmen und Dokumentationen sowie einem multimedialen Webspecial wollen wir diesen Fragen auf den Grund gehen.

 

Max Raabe in Israel (Sonntag, 6. Mai, 11 Uhr)

© BR
Interview Interview
Max Raabe in Tel Aviv. "Ein sehr großer Teil der Stücke, denen wir unseren Erfolg zu verdanken haben, wurde von jüdischen Textern und Komponisten geschaffen."
"Erev tov, lekulam. Aschem scheli Max Raabe*." Mit diesen Worten leitet Max Raabe im Herbst 2010 seinen ersten Auftritt in Israel ein - einem Land, in dem bis heute so gut wie keine deutschsprachige Musik im Radio gespielt wird.

Es wird eine aufwühlende, prägende, ganz besondere Reise. Für die Konzertbesucher - aber auch und vor allem für Max Raabe selbst.

Diesen Film können wir eine Woche lang in der 3sat-Mediathek anbieten.


 

Barenboim oder die Kraft der Musik (Samstag, 12. Mai, 21.55 Uhr)

© BR
Der jüdische Pianist und Komponist Daniel Barenboim.
Daniel Barenboim ist davon überzeugt, dass klassische Musik zum friedlichen Zusammenleben der Menschen beitragen kann.

Der Film zeichnet die wichtigsten Stationen und Begegnungen in der langen künstlerischen Laufbahn des großen Pianisten und Komponisten nach und begleitet ihn bei der Verwirklichung seiner persönlichen "Herzensprojekte".

Ein Porträt des Musikers zum 70. Jahrestag der Gründung Israels von Sabine Scharnagl.

Diesen Film können wir eine Woche lang in der 3sat-Mediathek anbieten.


 

Wunde und Narbe 1+2 (Sonntag, 13. Mai, 11.30 Uhr und 12.15 Uhr)

© BR
Avi Primor im Gespräch mit dem Journalisten Dieter Kronzucker.
An verschiedenen Orten in Deutschland und Israel wird die schwierige Geschichte der deutsch-israelischen Beziehungen durch die Erlebnisse von Avi Primor lebendig.

Der Diplomat und Publizist wurde 1935 in Israel geboren, seine Mutter war 1932 aus Deutschland emigriert und verlor durch den Holocaust ihre Familie. Während seiner Kindheit erfuhr Avi Primor so gut wie nichts über Deutschland.

Erst nach und nach erlangte er Kenntnisse und traf mit Deutschen zusammen - mit durchaus ambivalenten Empfindungen. Dass er ausgerechnet in diesem Land einmal Botschafter (1993-1999) werden, diese Sprache lernen würde, hätte er sich als junger Mann nicht vorstellen können.

Diesen Film können wir eine Woche lang in der 3sat-Mediathek anbieten.


 

Auf der Suche nach Zion (Montag, 14. Mai, 22.25 Uhr)

© Nadine Maas
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Tamara Erde ist die Enkelin des bekannten israelischen Fotografen Ephraim Erde.
Großvater Ephraim Erde war ab den 1930er-Jahren der Starfotograf der israelischen Arbeiterpartei von David Ben-Gurion. Nun wagt seine Enkelin Tamara Erde einen Abgleich der Ideale von einst mit der Gegenwart.

Die in Paris lebende Filmemacherin, Tänzerin und Videokünstlerin kehrt in ihr Heimatland Israel zurück und taucht sowohl in die disparate Geschichte ihrer Familie ein als auch in die konfliktreiche ihres Landes.

Diesen Film können wir ein Jahr lang in der 3sat-Mediathek anbieten.


 

Einsame Helden (Dienstag, 15. Mai, 22.55 Uhr)

© Yad Vashem
Die "Allee der Gerchten" in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.
Seit Spielbergs "Schindlers Liste" steht Oskar Schindlers Rettungsaktion, die jüdische Zwangsarbeiter vor dem Tod bewahrte, für Zivilcourage angesichts des verstaatlichten Massenmords.

Weniger bekannt dagegen sind die zahlreichen anderen "Schindlers", deren Geschichte diese Dokumentation erzählt. Ihnen zu Ehren wurden die Bäume entlang der "Allee der Gerechten" in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gepflanzt.


 

Kinder des "Exodus" (Dienstag, 15. Mai, 22.55 Uhr)

© dpa/picture-alliance
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Das Flüchtlingsschiff "Exodus".
"Born on route": So steht es in ihren israelischen Reisepässen amtlich vermerkt. Unterwegs geboren, an Bord des Flüchtlingsschiffs "Exodus" und anderer Schiffe, auf dem Weg nach Palästina.

Die Passinhaber sind genauso alt wie der Staat Israel, in dem sie heute leben: 70 Jahre. In Israel sind sie als "Kinder der Exodus" bekannt. Ihre Biografien sind eng verknüpft mit den Ereignissen, die letztlich zur Gründung des Staates Israel führen.

Diesen Film können wir eine Woche lang in der 3sat-Mediathek anbieten.


 

Let's Talk about Land (Dienstag, 15. Mai, 23.40 Uhr)

© ZDF/ORF/Walter Wehmeyer FilmproduktionWalter Wehmeyer
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Eine Demonstration in Nabi Saleh, Westjordanland, gegen den israelischen Siedlungsbau und die Besatzung.
Gemeinsam marschieren die Dorfbewohner von Nabi Saleh jeden Freitag in Richtung der israelischen Soldaten. Die Palästinenser im Westjordanland protestieren gegen israelische Nachbarn.

Diese haben auf dem gegenüberliegenden Hügel eine Siedlung errichtet, auf palästinensischem Grund. Einige Jugendliche errichten eine Straßensperre, und plötzlich rennen Soldaten auf die Demonstrierenden zu, schießen mit Tränengas und Gummigeschossen.

Diesen Film können wir eine Woche lang in der 3sat-Mediathek anbieten.


 

Info
70 Jahre Israel

Ein 3sat-Themenschwerpunkt von 6. Mai bis 15. Mai 2018

Multimedia-Webspecial
© ARD Sandra DemmelhuberDas programmbegleitende Webspecial zum 3sat-Themenschwerpunkt "70 Jahre Israel".
Multimedia-Webspecial
© ZDF Tamara ErdeAuf der Suche nach Zion
Die in Paris lebende israelische Filmemacherin Tamara Erde begibt sich anhand der Fotografien ihres Großvaters auf eine sehr persönliche Spurensuche der Verwandlung Israels von den Gründerjahren bis heute.
Mehr zum Thema auf 3sat.de
"In Israel habe ich mich von Anfang an wohl gefühlt"
Wenn es hierzulande um Israel geht, werden meist nur der jüngste Anschlag, die israelische Siedlungspolitik oder - ein Dauerbrenner - der jüdisch-arabische Konflikt thematisiert. Tom Franz zeigt in seiner Filmreihe "So isst Israel" ein erfrischend anderes Bild seiner neuen Heimat. Israel, das ist auch und allen voran: ein wunderschönes Land mit offenen, warmherzigen Menschen - und einer unglaublich vielfältigen Küche.

"Die Begegnungen in Israel konnten mich nicht gleichgültig lassen"
In Ihrem Film "Hannas Reise" erzählen Sie die Geschichte einer karriereorientierten jungen Frau, die zufällig nach Israel kommt und dort ihr bisheriges Leben zu hinterfragen beginnt. "Hannas Reise" thematisiert nicht nur eine Reise in den Nahen Osten, sondern vor allem eine innere Reise. Warum haben Sie, um eine solche Geschichte zu erzählen, ausgerechnet das Land Israel ausgewählt?
Leben nach dem Überleben
Auch wenn Jahr für Jahr weniger Zeitzeugen zu den Holocaust-Gedenkveranstaltungen kommen, noch immer gibt es weltweit Tausende Überlebende - vor allem in Israel. Die renommierte Fotografin Helena Schätzle hat sie dort besucht und ihre Geschichten in einem ganz besonderen Buchprojekt festgehalten.
Selfie am Grabstein?
Tausende junger Israelis begeben sich jedes Jahr auf eine besondere Klassenfahrt: Die "Reise nach Polen" führt sie in ehemalige Konzentrationslager und Gedenkstätten. Ihre Erlebnisse halten die Schüler in YouTube-Videos fest. Daraus ist in einem einzigartigen Projekt der Dokumentarfilm "#uploading_holocaust" entstanden.
© Sandra_DemmelhuberIn Berlin leben mittlerweile etwa 13.000 junge Israelis. Diese Gemeinschaft bildet eine ganz eigene Dynamik, die dem Leben in der Hauptstadt und der jüdischen Kultur in Deutschland neue Impulse gibt.