Cécile Schortmann moderiert die Woche vom 12.12. bis zum 16.12.2016.
Cécile Schortmann moderiert die Woche vom 12.12. bis zum 16.12.2016.
"Kulturzeit" am 15.12.2016
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags ab 19.20 Uhr.
Eklat statt Debatte - die Theater und die AfD
Demokratie impliziert Meinungsvielfalt. Und da sollte sich jeder auch mit Positionen auseindersetzen, die ihm nicht passen, statt sie rigoros und lautstark abzulehnen. Das müsste im Klartext auch heißen, dass auch rechtspopulistischen Gruppierungen und Parteien zugehört werden sollte. Wo allerdings sind die Grenzen? Genau an dieser Frage hat sich jetzt am Theater Magdeburg als auch in Stendal ein Eklat entzündet: Zuerst wollte man dort bei Podiusmdiskussionen mit der AfD reden, dann wieder doch nicht. Was ist da los? Wir haben nachgefragt.
Theater
Was nicht passt ...
AfD Potsdam will Theaterstück verbieten

Der globale "Kampf der Kulturen"
© reuters
Der US-Politologe Samuel P. Huntington formulierte 1993 eine irritierende These: Die Ost-West-Konfrontation werde künftig von einem globalen "Kampf der Kulturen" abgelöst. Der Kultursoziologe Andreas Reckwitz hat vor Kurzem in einem "Zeit"-Artikel klargemacht, was das für ihn heute ist: "ein Konflikt um den Stellenwert, den die Gesellschaft der Kultur zuschreibt, und die Frage, wie sie mit dem umgeht, was wir Kultur nennen."
Kulturzeit-Gespräch mit ...
© ZDF Video Andreas Reckwitz, Kultursoziologe
(15.12.2016)

Das unbekannte Mädchen
© Temperclay Film
Der zehnte Spielfilm der Brüder Dardenne erzählt die Geschichte der jungen Ärztin Jenny (Adèle Haenel). Als es eines Abends nach dem Ende der Sprechstunde an der Tür ihrer Praxis klingelt und eine junge Frau um Hilfe bittet, antwortet Jenny nicht, weil es schon spät und sie müde ist. Am nächsten Tag erfährt sie von der Polizei, dass eine unidentifizierte, junge Frau tot aufgefunden wurde. Von Schuldgefühlen geplagt, stellt Jenny private Nachforschungen an, um mehr über die Identität der Verstorbenen herauszufinden. "Das unbekannte Mädchen" war 2016 einer der Höhepunkte des Festivals von Cannes. Der Film erzählt von Hartnäckigkeit und Zivilcourage. Eindringlich fragt er nach invidueller Verantwortung und der persönlichen Bereitschaft zu helfen. In Zeiten von AfD und europäischem Rechtspopulismus ein Thema von großer Dringlichkeit.
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Film
"Das unbekannte Mädchen"
BE/FR 2016
Regie: Luc Dardenne, Jean-Pierre Dardenne
Darsteller: Adèle Haenel, Olivier Bonnaud, Jérémie Renier, u.a.
Kinostart:
DE: 15.12.2016
AT: 10.02.2017
CH: 03.11.2016

Tauchgang ins Totenreich
© Rowohlt
Die Tiefen der Meere sind unergründlich. Sie faszinieren uns und locken Forscher, ihren Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Einer von ihnen ist Florian Huber. Der leidenschaftliche Unterwasserarchäologe arbeitet am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel und taucht seit Jahren in Höhlen, Meeren und Seen, immer auf der Suche nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Jetzt erscheint ein opulent bebildertes Buch über seine spannendsten und riskantesten Expeditionen: seine Tauchgänge zum Kriegsschiff Mars, das 1564 vor der schwedischen Küste sank, zu den japanischen Schiffswracks im Pazifik vor Truk Lagoon, in die wassergefüllten Höhlen Yucatáns auf der Suche nach Überresten der Maya und zu einem deutschen U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg.
Mehr Informationen zum "ttt"-Beitrag auf der ARD-Homepage ...
Buch
"Tauchgang ins Totenreich. Archäologie unterm Meeresspiegel"
von Florian Huber
Rowohlt 2016
ISBN-13: 978-3498028381

100 Jahre Mitropa
© dpa
Der Name, ein Akronym, abgeleitet aus MITteleuROPäische Schlaf- und Speisewagen-Aktiengesellschaft, dürfte jedem ehemaligen DDR-Bürger und -Reisenden ein Begriff sein. Überall war sie vertreten: Nicht nur auf den Schienen, auch an und in den Bahnhöfen, ihr gehörten Autobahnraststätten, Eisenbahnfähren, Ausflugsdampfer der "Weißen Flotte", Hotels und Fremdenhöfe auf den abzählbaren Flughäfen der DDR, dazu ein paar eigene Bäder, mehrere zum Teil Tag und Nacht geöffnete Frisiersalons und und und. Kurz: Wer reiste, kam an der Mitropa kaum vorbei - oder besser doch!
Der MDR-"artour"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...