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Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
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Frank Schweikert hat die "Aldebaran" zu einem schwimmenden Sender umgebaut.
Lebensraum Ozean
Frank Schweikert macht gute Presse für das Meer
Der Ozean, das große Blau, ist unerforscht und unbekannt, das größte Geheimnis der Erde. Über die Weltmeere wissen wir weniger als über den Weltraum. Das will Frank Schweikert ändern. Seit 1992 zeigt uns der Kapitän der "Aldebaran", was unter der Oberfläche verborgen liegt. Eine neue Geschichte des Gelingens.
"Der Lebensraum Meer findet unter der Wasseroberfläche statt und ist auch ein bisschen aus unserem Blickfeld", sagt der Meeresforscher. "Weil das Meer das größte Ökosystem ist, ist es umso wichtiger, dieses System sichtbar zu machen."

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Filmen, Schneiden, Senden auf nur zwei Quadratmetern Raum.
Und das hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Nach einem Biologiestudium und der Ausbildung zum Journalisten verschreibt sich Schweikert ganz dem Meer. Genauer gesagt, der Berichterstattung über das Meer. 1991 kauft er das Wrack der "Aldebaran" und baut sie zu einem schwimmenden Sender um. Auf zwei Quadratmetern kann er hier filmen, schneiden und senden.

Berichte von den Hotspots des Klimawandels
Überall auf der Welt findet die "Aldebaran" eine vom Klimawandel zerstörte Unterwasserwelt vor. Das Meer, davon ist Schweikert überzeugt, ist der Schlüssel zum Überleben der Menschheit. Wenn das Meer stirbt, sterben wir alle. Also forscht und berichtet die "Aldebaran" von den Hotspots des Klimawandels, kontinuierlich und direkt vor Ort. "Der Klimawandel ist ein schleichender Prozess", sagt Schweikert. "Klar gibt es dann und wann Wetter-Extremereignisse, die für die Medien total spannend sind, zum Beispiel der Wirbelsturm "Catrina", aber die wirklich großen Dinge spielen sich sukzessive und ohne sofortige Wirkung unter Wasser ab. Das ist wichtig, ich finde, das findet in den Medien viel zu wenig Beachtung, weil es unter den täglichen Schlagzeilen untergeht."

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Das Meer braucht positive Berichterstattung.
Und trotzdem kann Schweikert nichts mit den Katastrophenmeldungen seiner Journalistenkollegen anfangen. Die Bilder und Geschichten, die er von Bord der "Aldebaran" aus erzählt, sollen faszinieren - und Mut machen. Denn schlechte Presse hat das Meer lange genug gehabt. "Wenn man etwas bewirken will, muss man positive, ermutigende Nachrichten verbreiten", sagt Schweikert. "Oft ist es so, dass in der Umweltberichterstattung oder auch in den Redaktionen Themen nur dann genommen werden, wenn sie katastrophal sind. Wir wollen das Prinzip umkehren und sagen: Es gibt hier und da Hoffnung, wir wollen über das Schöne, das, was wir bewahren wollen, berichten, um möglichst viele Menschen dafür zu begeistern."

Die "Aldebaran" ist nach dem hellsten Stern im Zeichen des Stiers benannt. Der Stier steht für Sturheit und Hartnäckigkeit - Eigenschaften, die Schweikert auf seiner Mission gut gebrauchen kann.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
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Reihe
© Futur ZweiGeschichten des Gelingens
Ein Projekt von Futur Zwei und Kulturzeit
nano
In den Ozeanen tummelt sich vielfältiges Leben
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