Schon in "Triumph des Willens" hatte Zielke, teilweise als Kameramann, mit Riefenstahl zusammen gearbeitet. Nun sollte er den "Prolog" zum Olympia-Film selbstständig als Autor, Regisseur und Kameramann verantworten. Ein schlauer Plan von Riefenstahl, denn wäre der Film wegen der vielen Nacktszenen verboten worden, fiele alles auf ihn zurück. Dass er auch Urheber der berühmten Fotos aus dem Prolog-Film war, steht auf der letzten Seite des Riefenstahl-Buches zu den Olympischen Spielen. "Für das Bundesarchiv als die Stelle, die das deutsche Filmerbe archivisch betreut, kann ich nur sagen", so der Leiter Karl Griep, "dass der Vertrag, den ich jetzt gesehen habe, eindeutig belegt, dass die Werkrechte am Prolog des 'Olympia'-Filmes Willy Zielke zustehen. Dass er ein hervorragender Filmemacher war und das auch unter der nationalsozialistischen Prominenz bekannt war, ist unbestritten. Insofern liegt die Vermutung sehr nahe, dass Frau Riefenstahl ihn als Konkurrenz begriffen hat."