Wandern & Biken mit GPS
GPS im Urlaub
Beim Wandern Verirren war gestern, sperrige Landkarten sind out - Immer mehr Wanderer, Tourengeher, Mountainbiker und Reiter vertrauen sich jetzt ihrem GPS-Gerät an. Die handygroßen Geräte können über das satellitengestützte Navigationssystem nicht nur jederzeit die aktuelle Position bestimmen. Sie lassen sich auch mit kompletten Touren programmieren, durch die sie dann Freizeitsportler navigieren.
Hightech in der Natur
Der Vorteil beim Wandern oder Biken mit GPS: Man kann sich ganz auf den Sport und die Landschaft konzentrieren. Denn das Display zeigt jederzeit an, wo man sich gerade im Routenverlauf befindet. Kommt eine Abzweigung oder Weggabelung, zeigt das Gerät die richtige Richtung an. Kein lästiges Hantieren mit Landkarten, kein langes Suchen nach dem richtigen Weg.

Die Tourdaten stammen von Outdoor-Begeisterten, die ihre selbst erkundete Tour mit GPS-Geräten aufgezeichnet haben. Die GPS-Touren sind zudem mit sogenannten Wegpunkten versehen. Wegpunkte sind Markierungen an besonderen Stellen, schöne Aussichten, schwierige Wegabzweigungen, Raststätten oder was immer der Tourgeher erwähnenswert findet und von diesem während der Tour markiert wurde. Touren gibt es für Deutschland, Österreich, Italien, die Schweiz, Frankreich, Griechenland und mittlerweile auch für Türkei, Marokko oder Bolivien. Mountain-, Trecking- Rennrad, Wandern, Laufen, Ski und Reiten sind bislang vertreten, doch weitere Sportarten sollen hinzukommen.

Daten und Software
Um die heruntergeladenen Tourdaten vom Computer via serielle oder USB-Verbindung auf das eigene GPS-Gerät zu laden, ist neben dem entsprechenden Adapter eine Software notwenig. Eine gängige Freeware ist G7ToWin, die man sich ebenfalls von gps-tour.info herunterladen kann. Fugawi, GPX, TTQV sind weitere Programme, die mit den meisten GPS-Geräten kompatibel sind. Die GPS-Daten bestehen aus Text, Zahlen und Navigationskoordinaten, die sich mit jedem Texteditor anzeigen lassen.

GPS- Geräte für den Freizeitsportbereich gibt es derzeit in großer Auswahl von den Herstellern Garmin, Magellan und Lowrance/Eagle. Für den Bergsportbereich sind mittlerweile ein Vielzahl neuer Geräte in Handyformat erschienen. Viele Geräte können Tourdaten wie Route, Geschwindigkeit, Streckenlänge, benötigte Zeit oder Höhenprofil nicht nur anzeigen und speichern, sondern lassen sich auch mit Daten von außen programmieren.

Die Geko-Serie von Garmin ist bei Outdoor-Sportlern wegen ihres leichten Gewichtes, Handlichkeit und Größe, aber auch wegen ihrer leichten Bedienbarkeit beliebt. Das Geko 301 wiegt nur 96 Gramm und ist dabei ein mit allen Features versehener Mini-Computer. Ein übersichtliches Menu leitet durch Kompassanzeige, aktuelle Höhenangabe, Tourdaten wie Durchschnittsgeschwindigkeit, Tageskilometer und Höhenprofil. Das besondere am Geko 301 ist sein elektronischer Magnetkompass. Während GPS-Handgeräte meist nur im Laufen die jeweilige Richtung angeben können, zeigt das Geko 301 sie auch im Stehen an. Das Geko 301 hat zudem eine nützliche Peilfunktion. Mit dem Kompass kann ein Ziel wie z.B. eine weit entfernte Bergspitze angepeilt und festgelegt werden. Das Geko zeigt nun immer genau an, in welcher Lage man zum Ziel steht, auch wenn durch Hindernisse nicht die gerade Strecke zum Ziel gewählt werden kann.

Wer noch kein eigenes GPS-Gerät hat und sich in seinem Urlaub trotzdem via Satellitennavigation durch die Berge führen lassen möchte, sollte nach Österreich fahren. Dort verleihen die „Landhotels-Österreich“, eine Hotelgruppe spezialisiert auf Natururlaube, seit neuestem GPS-Geräte an ihre Gäste. Wunschrouten werden nach Absprache schon vorab programmiert. Der GPS-Verleih ist dabei nicht nur ein besonderer Service für die Gäste, sondern auch eine Entlastung für die Hoteliers. Sie können ihre Gäste getrost ohne Führer auf Tour schicken. Das gilt vor allem für Reiter. Denn Reitwege sind oft nur unzureichend beschildert. Mit GPS-Geräten wird der Ausritt so zu einem besonderen Spaß, auch abseits der großen Wege. Das GPS-Gerät lässt sich mit einer speziellen Vorrichtung an den Sattelknauf befestigen. Die Erfindung stammt von der österreichischen Western Saddlery.

Das normale GPS-Signal ist ein verfälschtes Signal. Den Verfälschungsgrad bestimmt das amerikanische Militär. Bei einem differenzialfähigen GPS-Empfänger werden die Verfälschungen von Stationen wieder herausgefiltert.



Unterwegs mit GPS, Kompass & Höhenmesser von Detlef Ridder

Hier können Sie können sie die Navigationsdaten zusammen mit Tourbeschreibung, Fotos, Anfahrskizze, Kommentar zum Spaßfaktor und Schwierigkeitsgrad veröffentlichen
Gps- Informationen (English)
www.aktivsein.de - Community für Wanderer und Radwanderer

10.6.2005 / netzfertig: michael schneider
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