Manfred Heinze, Journalist und Blogger:
„Grundsätzlich sind Weblogs ja eine Methode der persönlichen Kommunikation, die es bis jetzt einfach noch nicht gegeben hat. Wir machen hier ein Ding was ein paar hunderttausend Leser hat, ohne einen Verlag. Das war vor fünf Jahren völlig undenkbar. Man brauchte einen Verlag, der einem so was finanziert, und man brauchte einen Apparat darum, um es einfach zu veröffentlichen um es ins Publikum zu bringen. All das ist jetzt da. Das heißt jeder hat eine Stimme.“
Seinen größten Coup landete Manfred Heinze 2005 mit dem Lost Video:
Die Präsentation des ersten Macintosh-Computers durch den jungen Apple Gründer Steve Jobs 1984. Manfred Heinze fand das Video bei einem Sammler in Amerika und stellte es ins Internet. Die Netz-Welt war begeistert. Innerhalb weniger Stunden brach der Server zusammen.
Manfred Heinze, Journalist und Blogger:
“Als ich es zum ersten Mal gesehen hab, das war schon extrem schön. Ich hatte Gänsehaut, ohne Ende.
Nachdem alle möglichen Nachrichtendienste in Europa, in USA und in Japan, und natürlich jede einzelne Mac-Seite auf der ganzen Welt, darüber geschrieben hatte, hat sich das verbreitet, und aus dem Kontext ist dann die Idee entstanden, aus IT&W eine eigene Macintosh Seite rauszukoppeln, und die dann auch kommerziell zu machen.“
Mac Essentials gehörte zu den ersten Weblogs überhaupt, die auch ein wenig Geld abwerfen sollten. Denn Blogger müssen ohne Verlag überleben. Dabei helfen Werbepartner wie Amazon, iTunes oder Cyberport. Manfred Heinze wird bei Kauf über seine Seite mit einem kleinen Prozentsatz beteiligt.
Karl Bihlmeier, Grafiker und Blogger:
“Die Blogger sind äußerst misstrauisch, wenn irgendwo kommerzielle Sachen auftauchen, in Weblogs. Als Mac Essentials plötzlich online war und hatte kommerzielle Inhalte in Form von Werbebannern usw. ging erst einmal eine ganz intensive und kontroverse Diskussion los, verträgt sich das überhaupt, der freien Geist des wilden Bloggers mit kommerziellen Inhalten. Und das funktioniert nur dann, wenn denn Leuten von vorne bis hinten klar ist, die Macher von den Weblogs lassen sich nicht bestechen.“