Matthia Gores und die anderen katholischen „School Sisters of Notre Dame“ sind ideale Testpersonen, denn einerseits sind sie hoch betagt, andererseits liegen in den Klosterarchiven umfangreiche Aufzeichnungen über ihre Lebensläufe und Vorerkrankungen.
David Snowdon -
Neurologe, Universität Kentucky, Lexington:
Sie war ein bemerkenswerter Mensch. Obwohl sie 104 Jahre alt wurde, war sie voller Energie. Als ich sie zum letzten Mal sah, wollte ich sie in ihrem Zimmer aufsuchen. Aber eine der anderen Schwestern sagte: Sie ist unten auf der Krankenstation und treibt die jungen Schwestern an.
Sie war eine wundervolle, vor Kraft strotzende Persönlichkeit. Bei Menschen, die so uralt werden, gibt es eine bestimmte Art von Energie, die zum Teil erklärt, warum sie so lange leben.
Schwester Matthia war eine von 678 Nonnen, die bei der bis heute laufenden Studie mitmachen. Die jüngsten sind fast 80, die älteste ist 107. Snowdon prüft regelmäßig Gedächtnis und geistige Fitness der Schwestern. Matthia schnitt dabei immer wieder hervorragend ab. Sollte sie trotz ihres hohen Alters der Alzheimerkrankheit völlig widerstanden haben, obwohl mit über 100 jede zweite an Demenz leidet?