Die Labor-Leiterin Karen Wynn gehört zu den angesehensten Babyforschern. Speziell den pseudo-wissenschaftlichen Werbebotschaften kann sie nicht viel abgewinnen:
"Es gibt keine Belege dafür, dass mehr Stimulation oder spezielle Produkte - etwa zur Steigerung von mathematischen Fähigkeiten oder zum Lesen lernen mit neun Monaten - funktionieren oder hilfreich für die Entwicklung von Babys sind."
In der „Lächel-Studie“ wird das Verhalten gegenüber Fremden untersucht.
Abstraktere Konzepte, wie mathematische Fähigkeiten, werden indirekt über Blickpräferenzen erfasst. Neue Bilder oder Töne ziehen Baby-Blicke unwiderstehlich an. Diesen Effekt nutzen auch Lernvideos, doch nicht zum Vorteil der Kleinsten.
Karen Wynn:
Babys zu viele Videos zu zeigen ist mit Sicherheit schädlich. Babys brauchen vor allem vielfältige soziale Stimulation und wenn sie auf ein Video starren, bekommen sie nicht die Interaktion, die sie für ihre Entwicklung brauchen.