Man braucht außerdem diese Hardware:
Natürlich den Wii-Controller (die Wii selbst braucht man nicht), einen Bluetooth-Dongle für den PC und einen Infrarotstift (muss man selbst basteln – am Besten mit einer 1,5 V-verträglichen IR-LED) oder eine ausgemusterte Infrarot-Fernbedienung (die auch noch modifiziert werden muss).
Bluetooth-Verbindung zwischen Wiimote und PC:
Beim Wii-Controller den Sync-Knopf beim Batteriefach drücken. Bei BlueSoleil (http://www.bluesoleil.com/download/) auf ClassicView gehen und nach Bluetoothgeräten suchen. Es erscheint vermutlich ein Joystick-Symbol für den Wii-Controller. Jetzt Doppelklick auf das Maussymbol (oben in Menüleiste), um die Verbindung zum Controller aufzubauen. Fertig.
Wiimotee Whiteboard Software:
Der Wii-Controller sollte in einem Winkel (horizontal oder vertikal) von etwa 45 Grad auf das Display (bzw. die Projektionsfläche) gerichtet sein – in einem Abstand von ein bis zwei Metern (je nach Displaygröße). Es darf kein „IR-Dot“ durch zufällige Reflexionen angezeigt werden (Controller hin- und herschieben, bis keine „IR-Dots“ mehr angezeigt werden). Startet man nun Johnnys Whiteboard-Software, erscheint oben links ein Fadenkreuz zur Kalibrierung. Mit einer ganz normalen Infrarot-Fernbedienung sieht man bereits erste (allerdings ungenaue) Effekte. Um Mausklicks per Infrarot exakt ausführen zu können, bedarf es eines Infrarotstifts. Den muss man selbst bauen.
Der Infrarotstift:
Man kaufe eine Infrarot-LED. Und zwar der Einfachheit halber (mit nachdrücklicher Empfehlung) eine 1,5 V-taugliche, wie die „VX-301 IR-Sendediode“ (kostet bei einem bekannten deutschen Elektronikanbieter 1,28 € und hat bestens funktioniert). Nimmt man andere LEDs, benötigt man meist noch einen Vorwiderstand (gilt natürlich auch bei höherer Spannung). Die erwähnte LED kann man in ein altes Kugelschreibergehäuse bauen und problemlos mit zwei (!) 1,5 V Batterien verbinden. Dazwischen einen Tastschalter für die Mausklicks. Wer einen eleganten Stift möchte, sollte sich überlegen, die Batterien, statt sie auch noch in den Stift zu packen, über Kabel nach außen zu verlagern.
Sehr wichtig ist bei allen LEDs, die Polung zu beachten, und man sollte die IR-LED richtig an den Batterien anschließen. (Die Kathode ("Minuspol") der IR-Diode erkennt man relativ einfach: Sie ist normalerweise das kürzere der beiden Beinchen, sie ist auf der Seite, wo der Kragen der LED abgeflacht ist (von oben genau draufschauen) oder, wenn man von der Seite reinschaut, ist die Kathode meist das größere Metallplättchen.)
Alte Fernbedienung nutzen:
Wer nicht extra zum Electronik-Discounter latschen mag, kann auch eine alte Fernbedienung umfunktionieren, die allerdings lange nicht so präzise ist wie ein Stift (es sei denn, man legt hier die IR-LED frei, damit der Wii-Controller sie gut auf Bildschirm/Projektion sehen kann). Wie erwähnt, erzielt man mit jeder IR-Fernbedienung schon einen Effekt, doch so richtig funktioniert es nicht. Der Grund ist, dass die Fernbedienung pulst (jede Taste anders). Man braucht demzufolge ein konstantes Licht, das man mit einem Tastschalter einschaltet. Also: Fernbedienung aufmachen – Beinchen der LED an abgeflachter Seite an den „Minuspol“ der Batterie – anderes Beinchen mit Widerstand (braun mit bunten Streifen auf Platine) verbinden – Kabel nun an den anderen Kontakt des Widerstand – Tastschalter dran (aus Büroklammer und 5 Centstück in zwei Minuten gemacht) und an „Pluspol“ – fertig! (An welcher Seite der LED der Widerstand angeschlossen wird, ist allerdings eigentlich egal).
Viel Spaß mit den Ideen von Johnny Chung Lee!