Deshalb basteln Jordi Vallejo und die Foneros in Spanien nicht nur an wegweisenden technologischen Lösungen. Sondern auch an neuen Aktionen, um FON bekannter zu machen. Ihre aktuelle Idee ist es, fast jeden Kiosk in Barcelona mit einem Fon-Hot-Spot auszustatten. Denn ein solcher ist ansonsten von aussen nicht unbedingt zu erkennen, nicht jeder Fonero klebt sich einen Aufkleber auf die Haustür. Die Kiosk-Idee ist besonders für mobile Internet-Surfer gedacht, die schnell eben RSS-Feeds runterladen und gar nicht lange surfen wollen. Mit dem iphone-Connector vibriert das Gerät, sobald es in einen Hotspot gerät. Die Idee mit dem Kiosk ist sehr spanisch, erklärt Jordi mitten auf den Ramblas in Barcelona:
„Wir sind drauf gekommen, weil sich hier einfach jeder am Kiosk seine Zeitung holt. Deshalb passt das perfekt zusammen: Wenn du ein WLAN-fähiges Handy hast wie eben das i-phone oder eins von Nokia und ausserdem bei FON bist, kannst du dann gleichzeitig die aktuellen Nachrichten runterladen und so vom Internet profitieren. Und einen Kiosk erkennt jeder und weiss sofort: hier gibt’s W-LAN!“
So einfach kann es also sein. Mit Alexander Puregger, der neue Geschäftsmodelle für Fon entwickelt, besuchte Jordi Vallejo auch die Messe. Einen Stand haben die Foneros hier nicht, trotzdem passen die Kollektivisten gut auf den Business-orientierten Mobile World Congress, denn die Welt des Mobilfunk wandelt sich stetig, meint auch Alexander Puregger: „Unser Konzept ist, in diese Kommunikation über drahtlos einen bestimmten Aspekt abzudecken, wir wollen ja den Mobilfunk nicht abschaffen. Hier redet ja auch keiner mehr vom Mobilfunk allein, es geht um Anwendungen wie Games, Videos, Communities. Da passen wir auf jeden Fall gut rein mit unserem Wi-Fi Konzept.“
Fon ist kein Konzept, das die Welt im Sturm erobert, sondern sich langsam und stetig etabliert. So entstehen die besten Ideen bei Fon eben nicht in einem muffigen Meeting-Raum, sondern vielleicht wenn man einfach mal in der Sonne sitzt und seinen Gedanken freien Lauf lässt.