Es dauerte jedoch bis ins Jahr 2007 bis bei den Musikkonzernen ein Umdenken stattfand: So verkündete die Plattenfirma EMI im April des vergangenen Jahres, von nun an DRM freie Musikstücke über den iTunes Store zu verkaufen. Offenbar versprach man sich größere Gewinne ohne den Kopierschutz.
Wenig später berichtete auch das Plattenlabel Universal, Musik in Zukunft nicht mehr mit dem Digitalen Rechtemanagement zu versehen, und kurz darauf zog auch der Musikkonzern Warner nach.
Auch klassische Musik ist mittlerweile ohne Kopierschutz zum Downloaden erhältlich.
Als letztes der vier Majorlabels kündigte nun Sony BMG zum Jahreswechsel an, ebenfalls auf DRM an zu verzichten.
Bedeutet dies nun das Ende des Digitalen Rechte Managements?
Die Einschätzung von Markus Beckedahl, Blogger, Internetaktivist und Interviewpartner im Beitrag ist eine andere: seiner Ansicht nach sei man in Deutschland noch nicht über die Ankündigung von DRM freien Angeboten hinausgekommen.
(siehe das komplette Interview im Podcastbereich)
Dass es durchaus möglich ist, auch ohne Kopierschutz und sogar ohne Plattenfirma erfolgreich zu sein, zeigte die britische Band Radiohead im letzten Jahr. Bevor die CD im Januar dieses Jahres in den Handel kam, hatten die Fans die Möglichkeit, sich das Album auf der Internetseite der Musiker herunterzuladen. Den Preis bestimmten die Kunden dabei selbst und zahlten einen Betrag, den sie bereit waren für die Stücke aufzubringen.
Ein Bereich, in dem die Verwendung oder der Verzicht von DRM von großer Bedeutung für den Erfolg sein könnte, ist das Geschäft mit Filmdownloads aus dem Netz.
Das digitale Zeitalter steckt voller Widersprüche, Irrungen und manchmal auch unkonventionellen Sichtweisen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, so viel steht fest.