Apple Expo 2007
Neben der alljährlich stattfindenden Macworld in San Francisco gibt es auch europäische Messen für den geneigten Apfelfreund, unter anderem in Paris. Immer im September findet die Apple Expo in Paris statt. Hier trifft sich die Mac-Szene um sich über neue Hard- und Software zu informieren, und Wissen auszutauschen.
Die Messe gilt mittlerweile als rein französische, also regionale Veranstaltung. Vielleicht wird die Messe auch deswegen auch ein wenig stiefmütterlich behandelt. Denn die wahren Sensationen und Produktneuheiten werden und wurden, wie auch schon im vergangen Jahr, an anderer Stelle präsentiert. Aber davon lassen sich die Franzosen nicht abschrecken. Sie bleiben ihrem System treu und wuseln reichlich über die Messe.
Den Beitrag in der Mediathek anschauen

http://www.apple-expo.com

Auch wenn es keine sensationellen Produkt-Launches gab, die Besucher bekamen trotzdem auch reichlich Neuerungen vom Apple-Konzern selbst zu sehen. Neben den neuen Alu-Mac´s, gab es die neueste iPod-Generation zu bestaunen. Denn die komplette Palette der iPod´s wurden erneuert. Der iPod Nano hat nun ein brillantes Farbdisplay, das auch Video abspielen kann. Die „ursprünglichen“ iPod´s nenne sich nun Classic´s und haben Festplatten-Kapazitäten bis zu 160 Gigabyte. Neu in der Modellreihe ist der iPod Touch. Er sieht aus wie das iPhone, bedient sich auch der Multi-Touch-Technologie, hat ein brillantes 3.5 Zoll-Display und Speicherkapazitäten von 8 bzw. 16 Gigabyte Speicherkapazität.

Nach den offiziellen Ankündigungen in England und Deutschland, wer der Mobilfunkprovider für das iPhone ist, und im Vorfeld der Messe eine Mitteilung des französischen Providers Orange zu dem Thema kam (über den offiziellen Wert der Mitteilung streiten sich noch die Gelehrten), erwartete man auf der Messe natürlich das iPhone – aber es ward nirgendwo zu sehen. Aus Journalistenkreisen und der Podcaster-Scene kam die Vermutung auf, dass es etwas mit einem Gesetz zu tun haben könnte, das in Frankreich das Entsperren von Simlock-Handies nach 6 Monaten vorschreibt. Dies würde natürlich dem Exklusiv-Gedanken von Apple, das iPhone eine längere Zeit mittels Simlock zu sperren, wiederstreben. Mal sehen ob und wann das iPhone nach Frankreich kommt.

Wikiepedia Info zum iPhone

Elgato Systems Eyetv 2.5
Elgato Systems zeigte ein interessantes Update seiner TV-Software. In der Version 2.5 sind zahlreiche Verbesserungen und Neuerungen integriert worden. Auf vielfachen Nutzer-Wunsch hat man zum Beispiel eine Funktion integriert, die ein TV-Fenster immer im Vordergrund hält. Egal welche Applikation man zusätzlich öffnet, das TV-Fenster bleibt „on Top“. Weitere spannende Neuerung, die Software arbeitet nun auch als Videoserver , der mittels drahtlosem Zugriff auf den Mac, archivierte Videofiles abspielen kann. Elgato zeigte dies mit Hilfe eines iPhones, das über den Webbrowser auf den Mac Zugriff hatte. Denkbar wäre es auch, in der Zukunft, vielleicht auch von unterwegs aus auf die Daten zuzugreifen, geschützt versteht sich.
http://www.elgato.com

VM Ware 1.1 Beta für MacOSX
Programme um Betriebs-Systeme in einer virtuellen Umgebung laufen zu lassen gibt es schon länger im Windows-Bereich. Aber auch unter dem Betriebs-System MacOSX gibt es immer mehr Möglichkeiten dies zu tun. Virtuelle Systeme muss man sich als ein Programm vorstellen, welches einen gesicherten Platz auf der Festplatte anlegt, in dem ein fremdes Betriebs-System ablaufen kann. Man muss also keine Festplatte formatieren oder partitionieren, sondern ruft das virtuelle System auf und startet das Betriebs-System. VM-Ware ist einer der Vorreiter dieser Technologie. Auf der Apple Expo zeiget Vmware die Beta-Version 1.1 Das virtuelle System kann alle Betriebs-Systeme laufen lassen, die für 32 und 64 Bit Betriebs-Systeme entwickelt wurden. Gerade die Ausführung von 64Bit-Programmen ist interessant. Denn 64 Bit-Systeme arbeiten, Dank der breitbandigeren Verarbeitung von Daten, schneller als 32 Bit-Systeme. In der Regel sind virtuell ablaufende Systeme zwar immer etwas langsamer als Systeme, die direkt auf einem Rechner installiert sind, aber VMware ist so schnell, dass man auch speicherhungrige 3D-Games spielen kann. Auch das Ausführen von Windows-Programmen auf dem Mac-Desktop ist möglich, man kann also den Windows-Desktop ausblenden. Darüber hinaus kann man sogar auf eine Windows-Partition zugreifen, die man mit BootCamp auf seinem Mac installiert hat. Die Software gibt es als Testversion zum Download, kostet ansonsten rund 60 Euro.

Videopier nennt sich ein neues Software-Tool aus dem französischen Software-Haus Aquafadas. Es ermöglicht den Zugriff auf Videodaten von Camcordern, die von MacOSX nicht (von Hause aus) unterstütz werden. Meist liegt das an den verwendeten Videocodecs, die die Camcorder-Hersteller verwenden. Vor allem mit MPEG2-Camcordern kann dies vorkommen. Videopier nimmt über Firewire oder USB Kontakt zu den Kamera auf, und zieht sich die Videos auf die Platte. Wenn es gewünscht ist, konvertiert die Software auch die Videofiles in ein iMovie-kompatibles Format, zum Beispiel DV. Die Software soll rund 39 Euro kosten.

Infos zur VM-Ware
http://www.aquafadas.com/

Designer-Festplatten von Western Digital
An dem Design von externen Festplatten versuchen sich ja die Hardware-Hersteller schon eine ganze Zeit. Auch Western Digital versucht sich in dem Feld der schmucken Fastplatten. Auf der Apple Expo zeigte die Firma eine neue Genartion von Festplatten, die im November auf den markt kommen soll. Die Kapazität der Platten mit Namen „My Book Studio Edition“ reicht von 320 Gigabyte bis hin zu einem Terrabyte oder mehr. Sie sind mit einem so genannten Quadrupel-Interface ausgestattet, das mehrer Anschlussmöglichekeiten an Rechner ermöglicht. Dabei sind Firewire 400 und 800, SATA und USB. Ausserdem haben die Platten an der Frontseite eine digitale Anzeige, die den „Füllstand“ der Platte anzeigen soll. Auf die Platten wird es übrigens 3 Jahre Garantie geben. Die Platten sollen im November in den Handel kommen.

Bose Music Monitor
Als Computerbesitzer möchte man ab und zu gerne einen vernünftigen Sound aus seiner „Kiste“ bekommen, gerade wenn es um Musik geht. Gleichwohl sollen die Lautsprecher nicht allzu viel Platz auf dem Schreibtisch einnehmen. Eine gesunde Symbiose aus beiden Aspekten zeigte die Firma Bose auf der Apple Expo. Die neuen „MusicMonitor“-Lautsprecher sind klein und kompakt, haben aber einen exzellenten Sound. Obwohl sie keine Unterstützung eines Subwoofers haben, klingt der Sound sehr voll. Erreicht wir dies durch eine neue Technologie mit Namen „Hyper Resonator Technology“. Einfach ausgedrückt, zwei Lautsprecher-Kalotten werden zum Schwingen angeregt, und produzieren so Schalldruck, der an den Seitenschlitzen der Lautsprecher ausgeleitet werden. Rund 400 Euro kostet das MusicMonitor-System.

Alibi - Mufu-Gerät
Alibi heißt ein neues Multifunktionsgerät für Computernutzer. In einer vasenähnlichen Form verstecken sich eine 1.3 Millionen Pixel-Webcam, ein Lautsprecher mit Lautstärkeregler und ein Mikrofon. Die Kamera wird durch Knopfdruck aus der Versenkung geholt, und kann in alle Richtungen gedreht werden. Die Webcam liefert scharfe Bilder an entsprechende Applikationen wie zum Beispiel die Videokonferenz-Software Skype. Das Gerät soll zwischen 39 Euro und 50 Euro kosten, je nach Händler.

Portable PA für den iPod.
Aus der unendlichen Anzahl an iPod-Equipment ragte eines ziemlich heraus, die PA-Box für den iPod. Das so genannte iPA03-System von ION ist ein akkubetriebenes Verstärkersystem mit Lautsprechern mit verschiedenen Sound-Eingängen. Unter anderem besitzt es einen Mikrofon-Eiongang, eine 6.3 Millimeter Klinkenbuchse, und auch ein iPod-Dock. Mit einer Akkuladung kann man rund 4 Stunden die Gegend beschallen. Ein Preis steht noch nicht fest. Aber der Sound ist ziemlich voluminös.

http://www.wdc.com
Informationen zum Sound-System
http://www.boynq.com
http://www.ion-audio.de

27.09.2007 / neues.online.mf
zurück Seitenanfang Druckversion Artikel versenden 3sat / neues [E-Mail]