Googles Plugin-Car
Freie Fahrt mit Öko-Strom
Was für japanische Autobauer schon ganz lange ein Thema ist, die Hybrid-Fahrzeuge, kommt nun auch langsam bei europäischen Auto-Herstellern an. Auf der IAA in Frankfurt kann man schon viele verschiedene Hybrid-Versionen sehen. Denn es gibt nicht „das Hybrid-Fahrzeug“, sondern viele technologische Ansätze dazu.
In der Regel ist ein Hybrid-Fahrzeug eine Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromotor. Die Batterien des Elektromotors werden während der Fahrt aufgeladen, und kann, von Zeit zu Zeit eingeschaltet werden. Dadurch wird Kraftstoff gespart und der CO2-Ausstoss reduziert. Je nach Autohersteller wird der Elektromotors unterschiedlich eingeschaltet.
In den USA fahren schon seit längerer Zeit Hybrid-Fahrzeuge in der Gegend herum, da der japanische Automobilhersteller Toyota schon seit geraumer Zeit ein Hybrid-Fahrzeug mit Namen Prius im Programm hat. Mittlerweile gibt es schon die dritte Generation des Fahrzeugs-Typs, der gerade im Silicon Valley (bei den Techies) große Aufmerksamkeit bekommt.

Google.org Initiative
Im Silicon Valley, dem Schmelztiegel der Computerindustrie, rollt derzeit die gründe Welle durch. Auf vielerlei Arten und Weisen versuchen die Hightech-Unternehmen ökologisch zu handeln. Viele Unternehmen haben schon seit geraumer Zeit eigene Öko-Beauftragte, die für die „grünen“ Ansätze zuständig sind. Auch der größte Suchmaschinen-Betreiber der Welt „Google“ betätigt sich in Sachen Ökologie. Nicht nur das ökologische handeln im eigenen Unternehmen wird gefördert, sondern auch neue umweltschonende Technologien gefördert. So kann man sich auf der Werbseite google.org ausführlich über die Ökoprojekte von Google informieren. Ein Projekt nennt sich Recharge.it. Dabei geht es um die Förderung einer Idee, wie man Hybridfahrzeuge, in diesem Falle der Prius, zu einem Plug-IN-Hybrid-Fahrzeug umwandelt. Gerade hat Google bekannt gegeben, dass man die Entwicklung der Technologie mit 10 Millionen Dollar unterstützen will. Aber auch im Fuhrpark von Google wird die Technik bereits getestet.

Und das sieht so aus: das „herkömmliche“ Hybrid-Fahrzeug wird mit wieder aufladbaren, stärkeren Lithium Ionen-Akkus ausgestattet, die man an einer herkömmlichen Steckdose aufladen kann. Sind die Batterien geladen, fährt das Auto die ersten 60 bis 70 Kilometer mit dem reinen Elektroantrieb. Wenn dann den Batterien der „Saft“ ausgeht, übernimmt automatisch das andere Aggregat (Diesel oder Benziner) die Arbeit. Da die Dienstfahrten der Google-Mitarbeiter in der Regel eher Kurzfahrten sind, fahren die meisten Autos ausschließlich mit Strom. Das heißt: weniger CO2-Ausstoss und weniger Kraftstoff-Verbrauch. Die Messdaten der Fahrzeuge kann man übrigens Online abrufen. Da kann man sich die Leistungsdaten ausführlich ansehen.

Felix Kramer und Calcars.org
Eine Art Pionier dieser Technologie ist Felix Kramer von Calcars.org. Seine Non-Profit-Organisation fördert die Idee des Plug-In-Hybrid-Antriebs. Er hat sein Fahrzeug auch mit modernen Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet, und fährt die meiste Zeit mit Strom durch die Gegend. Der Leitspruch: 100+ MPG bedeutet, dass man mit der intelligenten Kombination von Verbrennungs-Motor und Elektroantrieb rund 100 Meilen (ca. 160 Kilometer) mehr pro getankter Gallone (3.79 Liter) fahren kann. Mit anderen Worten: der Tankwart sieht den Fahrer eines Plug-in Hybrid-Fahrzeugs eher selten. Der Fahrer eines solchen Fahrzeugs muss sich auch keine große Sorgen um den Stromverbrauch machen. Das Auto aufzuladen entspricht dem Stromverbrauch eines Haar-Föns. Und wenn man dann noch sein Fahrzeug z.B. durch Sonnen-Energie auflädt, fährt man nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch sehr preiswert.

Felix Kramer fährt aber nicht nur im Silicon Valley herum und promoted die Idee des PlugIN-Hybrid-Fahrzeugs, sondern ist auch Kommunikator in vielerlei Richtungen. Er hat nicht nur zahlreiche prominente Unetsrtützer der Technologie, sondern arbeitet auch mit Hochschulen zusammen, um das Plug-In Hybrid-Fahrzeug zu einem multifunktionalen „Öko-Tool“ zu entwickeln. So arbeitet Kramer zum Beispiel mit Hochschulen zusammen. So gibt es zum Beispiel ein Projekt der Universität Delaware mit Namen „Vehicle to Grid“, das die Hybrid-Fahrzeuge zu mobilen Stromspeichern nutzen will. Das Prinzip ist recht einfach. In der Regel wird das Plug-In-Hybrid-Fahrzeug in der Nacht aufgeladen, da hier die Strompreise in Kalifornien am günstigsten sind. Tagsüber, gerade in den Sommermonaten, geraten die Strom-Erzeuger an ihre Kapazitäten, und darüber hinaus. Stromausfälle sind die Folge. Die Idee der Universität von Delaware forscht nun daran, die Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge tagsüber dazu zu nutzen, den Energie-Erzeugern Strom zu borgen. Gerät das Stromnetz in Kalifornien an seine Grenzen, könnte es im Ernstfall auf die Stromreserven der Hybrid-Fahrzeuge zurückgreifen, bezahlt versteht sich. Dann läuft der Stromzähler eben Rückwärts statt Vorwärts.

Gerade haben sich, auf der IAA in Frankfurt, eine Reihe von Automobilherstellern zu dier Plug-In-Hybrid-Technologie bekannt, und möchten Fahrzeuge dieser Art bauen.



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Wikipedia zu Hybrid-Antrieb
Wikipedia zu dem Prius
www.google.org
www.calcars.org
Vehicle2Grid-Projekt
Infoportal: zu Hybrid-Fahrzeugen: Wattgehtab
Plug-In America
Das Hybrid-Konsortium

14.09.2007 / neues.online.mf
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