Geboren wurde der Begriff mit dem ersten erfolgreichen MMO, Ultima Online. Publisher Electronic Arts bewarb das Spiel mit der Zeile „massively Multiplayer Online Role-Playing Game“. Seither werden ähnliche Spiele unter dem sperrigen Kürzel MMORPG einordnet, üblicherweise kurz MMO genannt. Tausende Spieler können gleichzeitig auf einem Netzwerk-Server spielen. Die gleichzeitige Spieler-Anzahl kann theoretisch unbegrenzt hoch sein. Im Fall von World of Warcraft (WoW) spielen nicht alle Spieler auf einem, sondern auf vielen verschiedenen Servern. Wie viele Menschen auf einem Server spielen können, ist nur zu schätzen. Bei einem anderen populären Online-Spiel, EVE Online, spielen dagegen alle Spieler auf einem Server. 180.000 sind es inzwischen weltweit. „Verkehrssprache“ ist daher Englisch, während bei WoW die Server nach Sprachen aufgeteilt sind, so dass man entsprechend auf englischen, spanischen oder deutschsprachigen Servern spielt.
Ein wichtiger Punkt bei MMOs: Sie sind kostenpflichtig. Die beschriebene Hardware, deren Wartung und Ausbau und ein umfangreicher Support führen bei MMOs zu hohen Betriebskosten. Außerdem werden, um die Spieler bei Laune zu halten, regelmäßig weiter Spielinhalte hinzugefügt. Dafür wird eine monatliche Gebühr fällig, die sich meist zwischen 10 und 15 Euro bewegt. Für die Entwickler hat das zudem den Vorteil, das Probleme mit Raubkopien praktisch wegfallen. Ohne Account kann man nicht spielen, alle wesentlichen Spielinhalte liegen auf den Servern des Herstellers. Auf der Festplatte des Spielers sind nur diverse Informationen und Software-Updates gelagert. Einmal installiert, muss man keine Spiel-CD mehr ins Laufwerk legen.
Für WoW sind zur Zeit 12,99 monatlich fällig. Die meisten anderen kostenpflichtigen Spiele bewegen sich in ähnlichen Dimensionen. Es gibt aber auch einige kostenlose Spiele. Es empfiehlt sich ein Blick auf den Wikipedia-Artikel zum Thema MMOs. Hier werden rund 40 Spiele aufgezählt, die derzeit spielbar sind.