Von Magiern & Kriegern
Das zweite Ich
Willkommen in der magischen Fantasy-Welt von Azeroth, einem virtuellen Universum, dass sich rund um die Uhr dreht. Die Welt ist riesig, ständig gibt es etwas Neues zu entdecken. Wer abschaltet, ist nicht mehr Teil der Welt. Ohne online zu sein, geht hier nichts. Jeder Held beginnt sein Leben mit einer Entscheidung: Wer möchte ich sein?
Sie können ein trinkfester Geselle und schmiedekundiger Zwerg sein oder ein mutiger, zäher Krieger im Kampf gegen mächtige Feinde oder auch ein vorwitziger Gnomen-Magier, dessen Feuerbälle alle das Fürchten lehren. In diesem Spiel bleibt der Spieler nicht anonymer Steuermann irgendeines Wesens. Stattdessen füllt man einen individuellen Avatar, ein Alter Ego, mit Leben. Je mehr Zeit Sie im Spiel verbringen, desto besser und erfolgreicher kann das zweite Ich werden.

Millionen Menschen spielen „World of Warcraft“ - in Etwa so viele, wie Österreich Einwohner hat. Es ist das beliebteste Online-Rollenspiel weltweit. Die Spieler kommen aus den unterschiedlichsten Kulturen, sozialen Schichten und Berufen.

Was ist das eigentlich, ein MMORPG?
Geboren wurde der Begriff mit dem ersten erfolgreichen MMO, Ultima Online. Publisher Electronic Arts bewarb das Spiel mit der Zeile „massively Multiplayer Online Role-Playing Game“. Seither werden ähnliche Spiele unter dem sperrigen Kürzel MMORPG einordnet, üblicherweise kurz MMO genannt. Tausende Spieler können gleichzeitig auf einem Netzwerk-Server spielen. Die gleichzeitige Spieler-Anzahl kann theoretisch unbegrenzt hoch sein. Im Fall von World of Warcraft (WoW) spielen nicht alle Spieler auf einem, sondern auf vielen verschiedenen Servern. Wie viele Menschen auf einem Server spielen können, ist nur zu schätzen. Bei einem anderen populären Online-Spiel, EVE Online, spielen dagegen alle Spieler auf einem Server. 180.000 sind es inzwischen weltweit. „Verkehrssprache“ ist daher Englisch, während bei WoW die Server nach Sprachen aufgeteilt sind, so dass man entsprechend auf englischen, spanischen oder deutschsprachigen Servern spielt.

Ein wichtiger Punkt bei MMOs: Sie sind kostenpflichtig. Die beschriebene Hardware, deren Wartung und Ausbau und ein umfangreicher Support führen bei MMOs zu hohen Betriebskosten. Außerdem werden, um die Spieler bei Laune zu halten, regelmäßig weiter Spielinhalte hinzugefügt. Dafür wird eine monatliche Gebühr fällig, die sich meist zwischen 10 und 15 Euro bewegt. Für die Entwickler hat das zudem den Vorteil, das Probleme mit Raubkopien praktisch wegfallen. Ohne Account kann man nicht spielen, alle wesentlichen Spielinhalte liegen auf den Servern des Herstellers. Auf der Festplatte des Spielers sind nur diverse Informationen und Software-Updates gelagert. Einmal installiert, muss man keine Spiel-CD mehr ins Laufwerk legen. Für WoW sind zur Zeit 12,99 monatlich fällig. Die meisten anderen kostenpflichtigen Spiele bewegen sich in ähnlichen Dimensionen. Es gibt aber auch einige kostenlose Spiele. Es empfiehlt sich ein Blick auf den Wikipedia-Artikel zum Thema MMOs. Hier werden rund 40 Spiele aufgezählt, die derzeit spielbar sind.

Wikipedia-Erklärung für MMORPG
Buffed.de ist ein Portal speziell zu Onlinespielen. Hier gibt’s Artikel, Reportagen und Hintergründe über die beliebtesten MMOs

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19.04.2007 / neues.online.mf | Text u. Film: Valentina Hirsch
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