Wer wissen, respektive wer hören will, welche Qualität man mit gesampleten Sound erreichen kann, der sollte einen Blick auf die Vienna Symphonic Library werfen. Man kann diese Sample-Library zweifellos als den Rolls Royce unter den „virtuellen“ Instrumenten bezeichnen. Jedes symphonische Instrument (Streicher, Bläser, Percussion) wurde mit der grösstmöglichen Qualität (44.1 kHz, 24 Bit, Stereo) in Samples umgesetzt, die von professionellen Musikern eingespielt wurden. Deswegen haben diese Samples eine unglaubliche Authentizität, die fast nicht von echten Instrumenten zu unterscheiden ist.
Die Vienna Library wird in verschiedenen Versionen angeboten. Die ultimative Kollektion umfasst eine Datenmenge von 800 bis 900 Gigabyte an Sample-Daten. Jedes Instrument liegt dabei in verschiedensten Variationen vor. Deswegen gibt es zum Beispiel eine Standard oder eine Extended Library. Spielt nun ein Musiker auf der Klaviatur, sorgt eine sehr ausgeklügelte Software für einen sehr authentischen Klang. Authentizität wird immer dann erreicht, wenn der Klang, wie es bei einem „echten“ Musiker auch wäre, nicht immer gleich klingt, also immer wieder feine Nuancen hat. Das wird dadurch erreicht, dass pro Instrument nicht ein Sample sondern fünf Samples gleichzeitig geladen sind. Die Software, die es seit der Musikmesse nun auch als eigenständige Applikation gibt, arrangiert nun die Samples so geschickt, dass sie immer wieder variiert. So viel „Authentizität“ hat ihren Preis. Für das Komplettset der Vienna Library zahlt man ca. 9200 Euro. Seit der Musikmesse gibt es aber auch ein Einsteigerset, die Vienna Special Edition. Sie enthält eine Standard-Library mit 28 Instrumenten und kostet 345 Euro. Es gibt auch eine 30 Tage Demoversion zum Download.