Zwei Etagen tiefer ist der Think Tank von Fon. Vor einem Jahr ist man hier mit neun Mitarbeitern gestart, inzwischen arbeiten bei Fon fast hundert, vornehmlich junge Menschen. Die Community wird grösser und will betreut werden.
Unablässig werden hier neue Ideen erdacht, ausprobiert, verworfen – oder in die Tat umgesetzt. Wie die neueste Idee von Victor und Albert, einen Mac zum Hotspot zu verwandeln: „Mit dem Mac hier, mit einem einfachen Ibook, haben wir ausprobiert, wie du einen Mac zum Hotspot machen kannst, wenn du über Kabel oder eine Mobilfunklösung ans Netz angeschlossen bist. Mit der Software machen wir den Mac zum WLAn-Router. Und WiFi kannst du dann mit jedermann teilen, so wird der Mac zum FON Hot-Spot!“
Die Fon-Idee wirkt inspirierend. Was aussieht wie übliches technisches Gefrickel, ist doch die gemeinsame Arbeit an einer Idee, die eher ideologisch als technologisch motiviert ist. Einen Router abzuspecken auf die Funktionen, die wirklich notwendig sind, die Bedienung einfach zu machen,.die Begeisterung dafür eint die Jungs aus der Technik. Schliesslich setzen sie etwas um, was sie schon immer wollten, erzählt Iurgi Arinzoniz, Fonero der ersten Stunde und verantwortlich für die Hardware-Entwicklung bei FON: „Das kreative Mitmachen hat mir von Anfang an am besten gefallen, es gibt eben noch keine Möglichkeit, immer online zu sein. Und mitzuarbeiten, diese Idee weiter zu entwickeln, das ist einfach ein Traum!“
Ein Traum wird auch für Martin Varsavsky wahr werden: Web 2.0, entfesselt. Er zeigt uns die Fonera 2.0, die im Sommer erhältlich sein wird. Sie schlägt die Brücke zwischen user generated content und user generated infrastructure: „Die Fonera zwei punkt null hat einen USB Port und einen USB Stick gibts auch dazu. Du holst die Bilder von deinem Rechner auf den Stick, stöpselst ihn in die Fonera, gehst zur Arbeit oder machst was auch immer. Währenddessen sendet die Fonera deine Bilder zu Flickr oder zu Sevenload. Oder auch deine Videos zu youtube, wickelt deine Bittorrent-Aktionen ab. Schlicht, alle Aktionen, die im Web 2.0 auf den aktiven Beiträgen der Menschen beruhen, erledigt dann die Fonera.“
Tja, was braucht man noch... warten wir auf neue Ideen aus Madrid!