Sternenhimmel Lupe
Forscher suchen das Licht der ersten Sterne im Bereich weniger Millimeter
Pfadfinder in der Wüste sieht Sterne entstehen
Mit Apex blicken Astronomen auf Galaxienkerne
Im Atacama-Pfadfinder-Experiment (Apex) blicken Forscher in diejenigen Regionen des Weltraums, in dem Sterne entstehen.
Radioteleskope blicken in die Kindheit des Weltalls © Alma (Eso, NAOJ, NRAO). Visible light image by the Nasa, Esa Hubble Space Telescope Radioteleskope blicken in die Kindheit des Weltalls
In den Alpen suchen Forscher nach dem Urknall In den Alpen suchen Forscher nach dem Urknall

"Gleich von Anfang an haben wir wunderbare Spektren gemessen", freut sich Karl Menten, leitender Wissenschaftler des Projekts. "Diese eröffnen einen faszinierenden Blick auf die sehr komplexe organische Chemie in der Nähe neu entstehender Sternen." Zudem konnten sie in die Begleitgalaxien unserer Milchstraße blicken, in die Magellanschen Wolken.

"Wir konnten Moleküle in den aktiven Kernen mehrerer ferner Galaxien beobachten. Normalerweise wendet man sich mit neuen Instrumenten erst nach längerer Betriebszeit der schwierigeren Beobachtung von schwachen extragalaktischen Quellen zu. Doch mit Apex können wir solche Objekte praktisch von Anfang an untersuchen", schildert Menten.

Das Zwölf-Meter-Teleskop beobachtet den Himmel im Bereich von 0,2 bis 1,5 Millimeter. Die Messung von Submillimeter-Strahlung aus dem All wird durch den Wasserdampf in der Erdatmosphäre stark beeinträchtigt. Daher wurde Apex in 5100 Meter Höhe in der Atacama-Wüste im Norden Chiles errichtet. Die Atacama-Wüste ist einer der trockensten Plätze auf der Erde und bietet deshalb herausragende Beobachtungsbedingungen.

Mit ihm blicken die Astronomen nahezu ungehindert auf Sternentstehungsgebiete und Galaxienkerne. Für Beobachtungen im unteren Submillimeterbereich benötigt Apex eine Spiegeloberfläche höchster Genauigkeit. Über die gesamte Fläche der Antenne beträgt die Abweichung von einer idealen Parabolform weniger als 17 Tausendstel eines Millimeters: Die Abweichung von der Idealform ist kleiner als ein Fünftel der durchschnittlichen Dicke eines menschlichen Haars.

Finanziert wird das Apex-Projekt durch das Max-Planck-Institut für Radioastronomie, die Europäische Südsternwarte (ESO) und das "Onsala Space Observatory" (OSO). Die drei Partner teilen sich auch die Beobachtungszeit, wobei zehn Prozent dieser Zeit für chilenische Astronomen zur Verfügung stehen.

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