Weltraumwetter
"Proba-2" der Europäischen Weltraumagentur guckt auf eine turbulente Sonne
Warner im Sonnensturm
Europas Satellit "Proba-2" beobachtet Sonnenwinde
Ein 150 Kilogramm leichter Satellit der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) beobachtet die Sonne und warnt vor Sonnenstürmen.
"Wir finden es sehr wichtig, mit 'Proba-2' Sonnenstürme früher vorhersagen zu können", erläutert Astronom David Bergmans. "Wir haben 1989 in Kanada gesehen, wie es Millionen Menschen ergeht, die mehrere Stunden ohne Strom durchstehen müssen." Damals hatte ein heftiger Sonnensturm starke Spannung im kanadischen Stromnetz induziert, so dass Transformatoren durchschmolzen und die Stromversorgung in Quebec einen Tag lang ausfiel.
Gemeinsam mit dem SMOS-Satelliten brachte die Trägerrakete vom Typ Rockot den Kleinsatelliten in den Weltraum. Er soll auch neue Technologien demonstrieren. Darunter sind Miniatursensoren für künftige Esa-Raumsonden, eine hochmoderne Kamera mit einem Betrachtungswinkel von 120 Grad und das Forschungsinstrument zur Beobachtung der Sonne. "Auf diesen erfolgreichen Doppelstart, dank dem Europa über neue Werkzeuge für ein besseres Verständnis unseres Planeten und des Klimawandels verfügt, sind wir besonders stolz", ließ Esa-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain mitteilen.
Interaktiv
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10.02.2010 / mp