Nachhaltig
Edwin "Buzz" Aldrin hat auf dem Mond nicht nur Fußspuren hinterlassen
Uringefäß und Spucktüte unter Denkmalschutz
Kalifornien will Apollo-11-Landeplatz bewahren
Kalifornien will den Müll, den die Apollo-11- Astronauten nach Landung 1969 auf dem Mond zurückgelassen haben, vor Plünderern schützen.
Nach Medienberichten hat die zuständige staatliche Kommission einstimmig beschlossen, den Landeplatz unter Denkmalschutz zu stellen - und damit zwei kleine Urinbehälter, vier Spucktüten für den Fall von Weltraum-Übelkeit und Dutzende andere Überbleibsel. Das Gremium hoffe, dass der Platz samt dem Müll dann eines Tages zum Weltkulturerbe erklärt wird, hieß es in der "New York Times".
Der Grund für den ungewöhnlichen Schritt: Die Kommission befürchtet, dass private Gesellschaften künftig Mondreisen anbieten und sich dann Besucher auf dem Landeplatz mit Souvenirs eindecken könnten. Da aber Dutzende kalifornische Unternehmen an der Apollo-11-Mission beteiligt gewesen seien, hätten die zurück gelassenen Gegenstände für den Staat einen direkten historischen Wert.
Tatsächlich befinden sich auf dem Mond-Landeplatz Abfälle und Ausrüstungsgegenstände in Hülle und Fülle: Neil Armstrong und Buzz Aldrin, die ersten Menschen auf dem Mond, ließen sie zurück, um ihre Landekapsel für die Heimreise leichter zu machen. Es gibt allerdings auch eine Reihe von Gegenständen mit tatsächlich geschichtsträchtiger Bedeutung. Dazu gehört die Flagge, die die Astronauten aufstellten, eine Botschaft von Präsidenten und Regierungschefs der Welt und ein Abzeichen von der Apollo-1-Mission, die drei Astronauten das Leben kostete.
Die Kommission weist darauf hin, dass Kalifornien nicht der einzige Staat ist, der sich für die "Grüße" von der Erde interessiert. So planten etwa auch New Mexico und Florida Denkmalschutz für die Zeugnisse des ersten Mondbesuches.
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02.02.2010 /
dpa
/ mp