Bundesinstitut warnt vor Hausputz mit Biozid-Mitteln
Einsatz von keimabtötenden Substanzen im Haushalt fördert die Resistenzbildung
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat vor einem unbedachten Einsatz von Haushaltsreinigern mit keimabtötenden Substanzen gewarnt. Biozide Wirkstoffe wie Triclosan sollten der Desinfektion in Arztpraxen und Krankenhäusern vorbehalten bleiben, so das BfR.
© dpa
Andernfalls könnte die Resistenzentwicklung von Bakterien gefördert werden. Niedrig dosiert ist Triclosan in einer wachsenden Anzahl von Wasch- und Reinigungsmitteln, Kleidung und Kunststoffen enthalten. Gerade durch diese niedrige, nicht ausreichende Dosierung bestehe einerseits die Gefahr, dass die Mikroorganismen vermehrt gegen den Wirkstoff Triclosan resistent würden. Darüber hinaus könnten die Keime auch gegen therapeutisch eingesetzt antimikrobiell wirkende Substanzen und Antibiotika unempfindlich werden. "In Kliniken und Arztpraxen ist die Anwendung von Triclosan aus hygienischen Gründen notwendig. Im Alltag genügen hingegen Wasser und Seife oder konventionelle Reiniger", betonte BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel.
"Triclosan gehört nur in die Klinik und die Arztpraxis!" vom Bundesinstitut für Risikobewertung

Erhöhte Hygiene-Gefahr
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29.06.2006 / dpa / mp
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