"nano spezial" Biodiversität: Kein Leben ohne Vielfalt
UN-Konferenz sucht nach Strategeien, die Natur und die Artenvielfalt zu schützen
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Noch nie in der Geschichte der Menschheit ging die Zerstörung der Natur so rasant vonstatten wie in unserer Zeit. Fast ein Viertel aller Säugetiere sind vom Aussterben bedroht, jedes Jahr wird ein Prozent des tropischen Regenwalds vernichtet. Über die Hälfte ist bereits für immer verloren. Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Das wissen die 5000 Teilnehmer der UN-Konferenz aus 190 Staaten, die sich im Mai in Bonn treffen. Sie wollen Strategien beschließen, wie die Natur geschützt und das Artensterben gestoppt werden kann.
"Wir müssen 4,5 Billionen Dollar für Natur berechnen"
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4,5 Billionen Dollar pro Jahr ist die Natur wert, sagt der indische Ökonom und Manager der Deutschen Bank, Pavan Shukdev. Die Zahl der Tier- und Pflanzenarten werde in den kommenden 50 Jahren um elf Prozent abnehmen. "Einige der am meisten betroffenen Regionen sind der tropische Regenwald in Indien, China und Afrika", sagt Suhkdev. "Aber auch in der Amazonas-Region, Teilen Nord- und Mittelamerikas und Europas hat das Artensterben bereits begonnen."
Projekte bewahren genetische Vielfalt in Deutschland
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Forscher versuchen in verschiedenen Projekten, die Artenvielfalt von Wild- und älteren Kulturpflanzen zu erhalten und zu nutzen. So verwenden Pflanzenzüchter um Thomas Nothnagel vom Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen die Gene der Wildmöhre, um in die Kulturkarotte Gene für Trockenresistenz einzukreuzen. Eine Variante ist bereits gegen Trockenheit, Salzstress und Pilze unempfindlicher geworden. Bis zu zwanzig Jahre dauert es, bis eine neue Sorte entwickelt und zugelassen ist.
Barbara Fruth sammelt Heilwissen alter Kulturen Afrikas
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Die Biologin Barbara Fruth vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie hat mit ihren Mitarbeitern mehr als 600 Regenwald-Pflanzen katalogisiert, die die Einwohner vom Stamm der Nkundo bei Krankheiten nutzen. 170 gefriergetrocknete und pulverisierte Pflanzenproben aus dem Urwald hat Barabara Fruth bisher von einer deutschen Pharmafirma analysieren lassen. Doch das Bundesforschungsministerium hat das Projekt "Biolog" gestoppt - Biopiraterie wäre möglich.

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Zum Thema sprachen wir mit Bernhard Schmid vom Institut für Umweltwissenschaften der Universität Zürich.



Biodiversität - der genetische Reichtum der Natur

26.05.2008 / mp
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