"nano spezial": die Suche nach der Zukunft des Klimas
Die Themen in "nano - die Welt von morgen" am Donnerstag, 22. November 2007
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Mehr als 3000 Fachleute aus hundert Ländern arbeiteten am Weltklimabericht. Hunderte Messstationen und Satelliten lieferten ihnen Daten. Auf den leistungsfähigsten Großcomputern versuchen Fachleute mit hochkomplexen Modellen Prognosen für die Klimaentwicklung zu erstellen. Die Entdeckung und Untersuchung der Klimaerwärmung, die vor 50 Jahren ihren Anfang nahm, hat sich zur größten und aufwendigsten Indiziensuche der Wissenschaftsgeschichte entwickelt.
"Der Mensch hat den größten Anteil am Klimawandel"
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"Wir wissen heute zum einen, dass der Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre so hoch ist wie seit mindestens 650.000 Jahren nicht mehr", sagt Klimaforscher Prof. Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften der Universität Kiel. "Des weiteren können wir sicher sagen, dass sich seit der Zeit der Industrialisierung die Erde um fast ein Grad Celsius erwärmt hat. Dabei können wir sicher sagen, dass der Mensch den überwiegenden Anteil dieser Erderwärmung hat."
Die Geschichte des Treibhauseffekts begann schon 1824
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"Die Tätigkeit des Menschen wird zur Ursache einer erdumspannenden Klimaänderung, deren zukünftige Bedeutung niemand ahnen kann", schrieb der Klimaforscher Hermann Flohn 1941 in der "Zeitschrift für Erdkunde". Es war die erste wissenschaftliche Veröffentlichung zum Thema, basierte jedoch noch auf Vermutungen. Die ersten Daten erhob der US-Amerikaner Charles Keeling 1975 auf Hawaii. Auf der Inselwelt im Pazifik, weitab von Einflüssen der Industrie, maß er die Kohlendioxid-Konzentrationen der Atmosphäre.
"Es gibt den Klimastreit nicht so, wie er dargestellt wird"
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"Klimastreit, so wie er in den Medien dargestellt wird, gibt es in dieser Form nicht!", sagt Klimaforscher Prof. Reto Knutti von der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) Zürich. "Es gibt immer Unsicherheiten in der Klimaforschung und es gibt noch viel Arbeit, aber die grundsätzlichen Aussagen, dass die Klimaveränderung eine Tatsache ist und das der Mensch den größten Teil davon verursacht, sind unbestritten." Velierer solcher Diskussionen sei der Laie, der sie nicht einordnen könne.
Laut Forschern ist Sonne nicht schuld am Klimawandel
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Die Aktivität der Sonne ist offensichtlich nicht Schuld an der momentanen Erderwärmung, berichtet ein internationales Forscherteam. Die Wissenschaftler hatten die Sonnenaktivität, den Einfluss der Sonne auf kosmische Strahlung sowie die Temperaturen auf der Erdoberfläche untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Aktivität der Sonne in den letzten zwanzig Jahren gesunken war. Nichtsdestotrotz habe sich das Klima auf der Erde um etwa 0,4 Grad Celsius erwärmt.
"Nur eine Tonne Kohlendioxid für jeden Menschen"
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Aubrey Meyer hat 1996 das Klimaschutz-Konzept von "Kontraktion und Konvergenz" entworfen: Der Ausstoß von Kohlendioxid müsse weltweit schrumpfen, um die globale Erwärmung aufzuhalten. Die verbleibende Menge wird dann zu gleichen Teilen pro Kopf auf die Welt aufgeteilt. "Bei diesem Modell können alle Menschen Emissionensrechte verhandeln", sagt Meyer. "Wenn jeder Mensch weltweit nicht mehr als eine Tonne pro Jahr ausstößt, haben wir kein Problem mehr."


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Zum Thema sprechen wir mit dem Geophysiker Prof. Heinz Miller, stellvertretender Direktor des Alfred-Wegener-Instituts


"wissen aktuell": Klimawandel am 12. Dezember 2007 um 20.15 Uhr in 3sat


Buch "Wir Wettermacher" warnt vor dem Klimawandel
Ein prägnanter Überblick über den Treibhaus-Effekt
"Eine kurze Geschichte des Klimas", spannend erzählt

Viele Kyoto-Staaten stoßen mehr Treibhausgase aus

21.11.2007 23.11.2007
16.11.2007 / db
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