Umstrittene HPV-Impfung - Kritiker betonen nach wie vor Zweifel
"Von einem Durchbruch in der Krebsprävention zu sprechen ist maßlos übertrieben", kritisiert Rosenbrock. Als elfthäufigste Krebserkrankung bei Frauen seien Gebärmutterhalstumore dank Früherkennung hierzulande - im Gegensatz zur Dritten Welt - "sehr selten". Darüber hinaus könnten diese Krebsfälle genauso mit einem verbesserten Früherkennungssystem minimiert werden - und das "weitaus kosteneffektiver". Theoretisch könnten bei optimaler Früherkennung 90 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verhindert werden. "Wenn eine Frau regelmäßig zur Früherkennung geht, braucht sie keine Impfung - andersherum gilt das nicht", so Rosenbrock. Die Impfung schütze eben nur gegen zwei Typen der beim Sex übertragenen Humanen Papilloma-Viren, die Studien zufolge 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebse verursachen.