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Mit dem Anbau von Torfmoos wollen Forscher die weltweite Zerstörung von Hochmooren stoppen. Wissenschaftler der Universität Greifswald schlagen vor, das eher unscheinbare Moos als Torf-Ersatz anzubauen. Torfmoos (Sphagnum spec.) habe ein großes Potenzial als nachwachsender Rohstoff, sagt der Leiter des Botanischen Instituts der Hochschule, Michael Succow. Der Abbau von weltweit 30 Millionen Kubikmetern Torf für den Gartenbau vernichtet laut Succow die sensiblen Feuchtgebiete im großen Stil.

Mit dem Moos könne dieser Raubbau verhindert werden und gleichzeitig die Versorgung von Gartenbaubetrieben mit hochwertigem Substrat für die Zierpflanzen- und Gemüsezucht sichergestellt werden. Auf das Torfmoos stieß Succow bei seinen Reisen zur Erforschung der Moore in Mittel- und Osteuropa. Die Hochmoore litten seit Jahrhunderten extrem unter Trockenlegung für die Landwirtschaft und unter dem Torfabbau, sagt der Botanik-Professor. Jetzt, da die Torfvorräte in West- und Mitteleuropa fast aufgebraucht seien, wichen Großverbraucher verstärkt ins Baltikum, nach Skandinavien und Weißrussland aus.
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