In einem Grab auf Zypern haben Wissenschaftler um Jean-Denis Vigne vom Naturhistorischen Museum in Paris 2004 Skelette eines Menschen und einer Katze gemeinsam ausgegraben. "Der Fund lässt auf eine enge Beziehung zu Lebzeiten schließen", erläutert Vigne. Die Nubische Falbkatze wurde den Wissenschaftlern zufolge gezielt zu dem Toten gelegt. Die Art gilt als Ahne der heutigen Hauskatzen. Obwohl das Tier keine offensichtlichen Verletzungen aufweist, könnte es nach Vermutung der Forscher getötet worden sein, um es gemeinsam mit seinem Besitzer zu begraben. Reiche Opfergaben wie Meermuscheln, Schmuck und Werkzeug, die dem Toten beilagen, zeugen von einem hohen Sozialstatus. Das Begräbnis beweise, dass das Verhältnis zwischen Mensch und Katze damals nicht nur auf materiellem Nutzen, sondern auch auf geistiger Ebene basierte.