Künstliche Menschen: Roboter im Weltraum
Auf dem Mars haben sie schon spektakuläre Erfolge für die Forschung erbracht
© reuters
Roboter stehen nicht mehr nur in der Fabrikhalle: Sie erobern die Wohnzimmer, das Wasser und die Luft. Auch wenn sie noch nicht die Prominenz eines R2D2 bekommen haben. Sie sind mitten unter uns, denn sie fällen Bäume, wirken in Fabriken und beginnen allmählich auch, den Menschen in ihren Wohnzimmern zu helfen. Andererseits spielen sie ihre Stärken gerade dort aus, wo der Mensch sich unwohl fühlt: unter den Bedingungen des Weltraums und auf den Extremen von fremden Planeten.
"Wir können die Roboter für den Weltraum vorbereiten"
"Wir können die Robotertechnik für den Weltraum vorbereiten", sagt Prof. Gerd Herzinger vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR). Zuvor müssten die Roboter "noch selbstständiger werden sowie mehr sensorische Fähigkeiten und Intelligenz bekommen". Schon jetzt kann ein Roboter die Flugbahn eines Balles berechnen und ihn sicher fangen. So könnten Roboter Satelliten einfangen. "Man muss solche Techniken beherrschen, sonst sind wir hilflos, wenn wir merken, dass irgendwo etwas herunterkommt."
Nasa schickt zwei Roboter zum Mars
Die Nasa bereitet zwei baugleiche Roboterfahrzeuge für die Reise zum Mars vor. Die sechsrädrigen Wagen sollen dort vor allem nach Hinweisen auf Wasser im Boden suchen und der Frage nachgehen, ob auf dem Planeten einst Leben möglich war.
Roboter auf Vulkan und auf dem Mars
Ein Roboter soll künftig bei Ausbrüchen des Ätna die gefährliche Arbeit von Vulkanologen übernehmen. Wie die italienische Tageszeitung "La Stampa" berichtete, bestand das von der Europäischen Union finanzierte Gerät die Testphase.
Gruben-Roboter auf dem Mars?
In Sudbury, Kanada, fördert die Mienengesellschaft INCO seit über 100 Jahren Kupfererz, aber auch Gold und Silber - jetzt mit Roboter-Unterstützung. Die Metalle sind Bestandteile eines Meteoriten, der vor zwei Milliarden Jahren in Ontario eingeschlagen ist. Bis in zwei Kilometer Tiefe reichen einzelne Stollen. Während des laufenden Grubenbetriebs erforschen Wissenschaftler den Einsatz von ferngesteuerten Mienenrobotern.
Mars-Roboter untersuchte Yogi
Der amerikanische Mars-Roboter "Sojourner" hat jetzt mit einiger Verzögerung den zweiten Stein auf dem Roten Planeten untersucht. Das sechsrädrige Gefährt brachte dabei sein Spektrometer an die linke Seite des "Yogi" getauften Steins heran und erhielt durch die Analyse der ausgesandten und reflektierten Strahlung Aufschlüsse über seine Zusammensetzung.
2020: Fußstapfen auf dem Mars
Spätestens im Jahr 2020 wird der erste Mensch nach Einschätzung der Nasa den Mars betreten. In vielleicht zehn, spätestens aber in 20 Jahren werde die erste bemannte Expedition zum Roten Planeten unterwegs sein, sagte Nasa-Chef Daniel Goldin am Mittwoch in der George-Washington-Universität. "Dann werden wir erneut Geschichte schreiben."

Künstliche Menschen:
zu Lande
zu Wasser
in der Luft
beim Fußball
am Bau und in der Fabrik

15.03.2004, zuletzt aktualisiert am 10.06.2008 / mp
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