Künstliche Menschen: Roboter unter Wasser
Wo der Mensch nur schlecht hinkommt, können Roboter Wissen sammeln
© dpa
Roboter stehen nicht mehr nur in der Fabrikhalle: Sie erobern die Wohnzimmer, das Wasser und die Luft. Auch wenn sie noch nicht die Prominenz eines R2D2 bekommen haben. Sie sind mitten unter uns, denn sie fällen Bäume, wirken in Fabriken und beginnen allmählich auch, den Menschen in ihren Wohnzimmern zu helfen. Doch vor allem unter Wasser werden sie interessant, können sie doch dort - im Unterschied zum Menschen - fast beliebig lange ausharren und Daten für die Forschung sammeln.
Tauchroboter soll die Tiefen in 6000 Metern erforschen
Kieler Meereswissenschaftler erkunden bisher unerreichbare Zonen der Tiefsee mit einem neuen Tauchroboter: In bis zu 6000 Metern Tiefe kann "ROV Kiel 6000" Aufnahmen mit der Kamera machen und Proben entnehmen. Damit wird den Experten des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) 95 Prozent des Meeresbodens der Weltozeane zugänglich, wie Direktor Prof. Peter Herzig bei der offiziellen Übernahme am Montag, 16. Juni 2008 in Kiel verkündete.
Mit Robotern von Ölplattformen auf Tiefseeforschung
Ausgerechnet mit Hilfe der von Umweltschützern so geschmähten Ölplattformen hat der Meeresbiologe Ian Hudson der Wissenschaft einigen biologische Überraschungen beschert: Hudson bat darum, die Tauchroboter, die der Wartung dienen, in deren Pausenzeiten für seine Forschung nutzen zu dürfen. Was auf das Licht des Roboters trifft, wird von Videorekordern festgehalten. Nun sammelt der Wartungsroboter Kilometer unter dem Meeresspiegel Tiere ein und führt Experimente durch.
Der Roboter-Hummer
Der Hummer dient amerikanischen Wissenschaftlern als Vorbild für einen Meeresroboter, der im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums entwickelt wird. Ein Prototyp des "Robolobster" existiert bereits.
Von der Bohrinsel zur Unterwasser-Fabrik
Am Boden der Weltmeere entwickelt sich seit einigen Jahren ein Moloch aus Pipelines und High-tech-Installationen: die neue Generation der Offshore-Technik zur Förderung von Gas und Öl. Diese Pionier-Technologie verdrängt die herkömmlichen Mammut-Plattformen und erzeugt neuartige, hochspezialisierte Systeme auch an der Meeresoberfläche wie das Produktionsschiff "Asgard A" in der Nordsee, 250 Kilometer vor der norwegischen Küste - eine Art Rangierbahnhof für Öl und Gas.
Tauchroboter erobern Unterwasser-Welt
Die Erforschung der Weltmeere und Binnengewässer zählt für viele Wissenschaftler noch immer zu den größten Herausforderungen. Fast täglich erreichen uns Meldungen von neu entdeckten Wirkstoffen, die aus Meeresorganismen gewonnen werden. Die komplexen Ökosysteme unserer Binnengewässer sorgen bei Biologen immer wieder für Überraschungen.
Tauchroboter Tribun
Am Unterwasser Technikum der Universität Hannover wird der Tauchroboter Tribun gebaut, der überall unter Wasser eingesetzt werden kann, wo es für Menschen zu eng oder zu gefährlich wird. Tribun - das heißt: ein teilautonomes Robotersystem für Inspektion und Bearbeitung im Unterwasserbereich.
Der Seebär taucht für den Menschen
Staudämme, Seekabel, Pipelines und viele weitere Unterwasserbauten und -installationen bedürfen der regelmäßigen Überwachung und Prüfung, aber: Schon in 300 Metern Wassertiefe lastet ein Druck von 0,3 Tonnen auf jedem Quadratzentimeter eines Körpers. Kälte und Dunkelheit sind zusätzliche Faktoren, die menschliche Arbeit erschweren oder unmöglich machen. Darum taucht jetzt der "Seebär" - ein Roboter.


Neue Arten in der Tiefsee


Künstliche Menschen:
zu Lande
in der Luft
im Weltraum
beim Fußball
am Bau und in der Fabrik

15.03.2004, zuletzt aktualisiert am 16.06.2008 / mp
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