Kosmische Strahlung könnte die Eiszeiten ausgelöst haben. Zu Zeiten starker Strahlungsaktivität sinken die Temperaturen, schließt ein internationales Forscherteam aus dem Vergleich der Strahlungsaktivität in den vergangenen 220.000 Jahren mit der Temperatur. Sie hatten dazu Tiefsee-Bohrkerne und Tropfsteine in den Alpen und im Oman analysiert. Jasper Kirkby vom europäischen Teilchenforschungszentrum Cern bei Genf und Kollegen hatten in den Tiefsee-Sedimenten dem Isotop
10Beryllium gefahndet, das durch Kollisionen der kosmischen Strahlung mit Staubteilchen in der oberen Atmosphäre entsteht. Der herabrieselnde Staub bildet auf dem Meeresboden ein Archiv der Strahlungsintensität.