Patientin wird Blut abgenommen © ap Lupe
Forscher fanden in Blutproben afrikanischer Frauen einen Ansatz gegen Aids
Genvariante verzögert den Ausbruch von Aids
Forscher untersuchen Allel bei afrikanischen Frauen
Eine bestimmte Genvariante im Geschlechtschromosom X bremst den Verlauf von Aids, berichtet der Genetiker Prof. Michael Krawczak. Die Ergebnisse sollen helfen, Prognosen zum Krankheitsverlauf zu treffen.
Außerdem könne die entdeckte Gen-Variante langfristig bei der Suche nach einem Medikament gegen Aids von Nutzen sein, sagte Krawczak. Er war Mitglied eines internationalen Forscherteams, das vom Fritz-Lipmann-Institut in Jena koordiniert wurde.

Bei einigen HIV-Infizierten kann es nach der Ansteckung mehr als zehn Jahre dauern, bis eine medikamentöse Behandlung nötig wird, rund die Hälfte braucht aber spätestens nach zwei Jahren Medikamente. Patientinnen mit der nun gefundenen Gen-Variante bleibt vier Mal mehr Zeit, durchschnittlich acht Jahre. In Europa trügen etwa 15 Prozent der Frauen die vorteilhafte Gen-Variante, in Afrika nur drei, in Asien über 50 Prozent. Nach wie vor seien aber etwa 85 Prozent der genetischen Faktoren, die den Aids-Verlauf beeinflussen, ungeklärt, sagte Krawczak.

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14.08.2009 / dpa / mp