Wellenkraftwerk Video
Ein Kraftwerkt auf der Insel Islay gewinnt Strom mit Wellenkraft
Kraftwerk erzeugt Strom aus Wellen
"Scottish Dragon" ist seit 2001 in Betrieb
An der Westküste der Insel Islay in Schottland steht das Wellenkraftwerk "Limpet" der Firma "Wavegen", auch "Scottish Dragon" genannt.


Im Inneren der Anlage befindet sich der Sammelbehälter, eine Röhre, die bis unter die Wasseroberfläche reicht. Wenn der Wasserspiegel in der Röhre mit den Wellen steigt und fällt, wird die Luft in der Röhre hinaufgedrückt oder hinuntergesaugt. Dieser Luftstrom treibt die sogenannte Wells-Turbine an, die sich aufgrund ihrer speziellen Konstruktion immer in die gleiche Richtung dreht.

Schwimmende Plattformen seien künftig vorstellbar
Turbine Lupe
Die Anlage wird im Abstand einiger Monate gewartet
"Je weiter man vor die Küste geht, desto höher werden die Wellen", sagt Dr. Jochen Weilepp von Voith Siemens, die die Turbinen entwickelten. "Wir haben jetzt ein Kraftwerk, das an Land sehr gut funktioniert. Im nächsten Schritt gehen wir ungefähr 200 Meter nach außen und werden dort ein Kraftwerk bauen, in dem die getestete Technik zum Einsatz kommt. Langfristig kann man sich aber auch schwimmende Plattformen in einem sehr hohen Wellenumfeld vorstellen, die dann vielleicht mehrere Kilometer vor der Küste gebaut werden."

Heath hat für alle Arten von Wellen festgestellt, dass die Turbinen sich stets kontinuierlich liefen. Das Kraftwerk bringt zwar weniger Strom als eine Anlage im offenen Meer, doch sie hat direkten Zugang zum Stromnetz. Die Technik lässt sich so auch an entlegenen Standorten nutzen. Die Turbine wird von Ferne geteuert und bei Bedarf auch angehalten. Sie muss im Abstand von einigen Monaten kontrolliert werden.

1995 wurde das Wellenkraftwerk "Osprey" vor der Küste Schottlands von schlechtem Wetter zerstört, noch bevor es in Betrieb gehen konnte. Limpe Land sollte widerstandsfähiger sein.

Die Anlage soll den Strombedarf der Insel decken
Die 3200 Einwohner der schottischen Insel Islay leben von und mit der Natur. Strom wurde bisher über ein Unterseekabel vom Festland bezogen, doch bei Stürmen fiel er häufig aus. Mit dem neuen Kraftwerk soll ein Drittel der Haushalte auf umweltfreundliche Weise mit Strom versorgt werden. Meereskraftwerke könnten weltweit bis zu zwei Terawattstunden Strom pro Jahr liefern. Das würde reichen, um zwei Drittel von New York City ein ganzes Jahr lang zu versorgen.

Info
Vertreter von 120 Ländern sind am 11. Mai 2009 in Indonesien zur Weltozeankonferenz zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Konferenz in Manado, auf der Insel Sulawesi, steht die Rolle der Meere für den Klimaschutz. Die Erhaltung der Meeres-Ökosysteme soll einen Beitrag leisten, um das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid zu absorbieren.
Schwerpunkt
Neue Energien braucht das Land - den Mix
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