Astronomen haben erstmals das Innere aktiver Galaxien beobachten können. Mit Polarisationsfiltern an einigen der größten Teleskope weltweit erkundeten die Forscher die stark leuchtenden Kernbereiche weit entfernter Sternsysteme, wie das Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie mitteilte. Bislang hatten dichte Staubwolken die freie Sicht auf die
Galaxienherzen immer wieder behindert und Astronomen eine nähere Untersuchung unmöglich gemacht.
Die dort vermuteten schwarzen Löcher, die Gas und Sterne im Innern der Galaxien aufsaugen, strahlen mit einer Energie, die die der Sonne um ein Billionenfaches übertrifft. Die aktuellen Beobachtungen bestätigten nun erstmals die Vermutung, wonach die eingesammelte Materie in einer Akkretionsscheibe um den Kern der Sternsysteme kreist.