Forscher inaktivieren Allergene in Eiern durch Erhitzen
Die Behandlung beeinträchtige Geschmack und Struktur der Eiprodukte nicht
Durch starkes Erhitzen und mit Hilfe spezieller Enzyme haben Forscher Eier für viele Allergiker verträglich gemacht. Das Verfahren reduziere das Allergiepotenzial von Hühnereiern auf etwa ein Prozent, berichtet die Gruppe. Nach Angaben der Projektleiterin Angelika Paschke von der Universität Hamburg sind besonders Kinder von der oftmals sehr schweren Allergie betroffen. Im Erwachsenenalter verschwindet die Überempfindlichkeit häufig.
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Im Gegensatz zu vielen anderen allergieauslösenden Lebensmitteln wie Nüssen oder Äpfeln lassen sich Eiprodukte nur schwer vermeiden. So werde Eilecithin als Emulgator in sehr vielen Lebensmitteln eingesetzt. Bis zu 8 Prozent der Kinder hätten eine Lebensmittelallergie und bis zu 30 Prozent davon gegen Eier. "Das Verfahren garantiert nicht, dass die Eier keine Allergien mehr auslösen. Aber vielen Ei-Allergikern kann geholfen werden", sagte Paschke. Die Reaktionsschwelle sei bei den Betroffenen unterschiedlich hoch. Durch die Behandlung seien Geschmack und Struktur von Eiprodukten nicht beeinträchtigt.

Ovale Wissenschaft: Forschung am und rund ums Ei


Hildebrandt S et al (2008) In Vitro Determination of the Allergenic Potential of Technologically Altered Hen’s Egg. J Agric Food Chem, DOI 10.1021 / jf0725981

04.03.2008 / dpa / mp
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