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Der "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) startet in Florida
Sonden suchen einen Landeplatz
Nasa will den Mond noch genauer erkunden
40 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung nimmt die US-amerikanische Weltraumbehörde Nasa den Erdtrabanten erneut ins Visier: In der Nacht vom 18. zum 19. Juni 2009 (mitteileuropäische Zeit) will die US-amerikanische Weltraumbehörde Nasa zwei unbemannte Sonden auf einmal zu unserem nächsten Nachbarn im All schicken und damit eine mögliche künftige bemannte Mission vorbereiten.
Wissenschaftler sprechen von einem der ehrgeizigsten lunaren Projekt seit "Apollo 17" 1972, dem bislang letzten Besuch von Menschen auf dem Mond.

Die beiden Raumfahrzeuge, der "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) und der der "Lunar Crater Observation and Sensing Satellite" (LCROSS), sollen in Cape Canaveral (Florida) gemeinsam an Bord einer "Atlas-V"-Rakete auf den Weg gebracht werden. Der Nasa zufolge gibt es an diesem Tag ein Startfenster mit drei möglichen Terminen um 23.12 Uhr, 23.22 Uhr und 23.32 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit.

Auch Rohstoffvorkommen und Gefahren soll LRO finden
LRO hat vor allem die Aufgabe, mit Hilfe von sieben verschiedenen Instrumenten dreidimensionale Landkarten vom Mond zu erstellen und damit zugleich einen sicheren Landeplatz für Astronauten ausfindig zu machen. Gleichzeitig soll er Rohstoffvorkommen und Gefahren der Region aufzeigen. Dazu soll die Sonde den Mond ein Jahr lang in einer Entfernung von nur 50 Kilometern umkreisen. Seine Kameras wollen die Auflösung auf einen Meter pro Pixel hochschrauben.

Ihr "Bruder" LCROSS wird der Frage nachgehen, ob sich in den schattigen Kratern an den lunaren Polen Eis verbirgt. Das geschieht nach Angaben der Nasa auf spektakuläre Weise: Zunächst mit der verbrauchten zweiten Stufe der Atlas-Rakete verbunden, soll LCROSS im Oktober 2009 in zwei Teile zerfallen, die dann kurz hintereinander in einen Krater stürzen werden.

Die Nasa-Wissenschaftler erwarten, dass der erste Teil - die Raketenstufe - beim Aufprall eine fast zehn Kilometer hohe Staubwolke erzeugt, die dann vom zweiten Teil - dem Satelliten - erforscht wird, bis dann auch dieser nur vier Minuten später auf den Mond stürzt. Der Orbiter LRO, Teleskope auf der Erde und das Weltraum-Observatorium "Hubble" sollen ebenfalls Bilder und Daten vom Aufprall liefern.

Möglicher Landeplatz auf dem Mond ist stark zerklüftet
© Nasa Video
Der Südpol des Mondes ist unebener als gedacht
Die Nasa hatte im Februar 2008 auf der Suche nach einem möglichen Landeplatz für Astronauten auf dem Mond feststellen müssen, dass der Mondsüdpol wesentlich zerklüfteter ist als gedacht. Sie hatte die Oberfläche unseres Trabanten per Radar so detailliert wie nie zuvor erkundet; die Auflösung liegt bei 20 Metern pro Pixel. Vor allem der Rand des Shackleton-Kraters sei sehr rau, berichten die Nasa-Wissenschaftler um Doug Cooke. Just dort hatten die USA erwogen, Astronauten landen zu lassen.

"Der Mondsüdpol wäre sicher ein wunderbarer Ort, um ihn zu erkunden", so Cooke. "Wir wissen, dass er Gipfel wie den Mount McKinley hat und Kraterböden, die vier mal tiefer als der Grand Canyon sind. Mit solch einem Gelände haben wir größere Herausforderungen vor uns. Die Radardaten sind ein unschätzbares Hilfsmittel, um weitere Mondmissionen zu planen."


Die Nasa hat diese Bilder in eine Animation gepackt, die den Abstieg einer Landefähre mit menschlicher Besatzung und den Flug über den Shackleton-Krater zeigt. "Ich war noch nicht auf dem Mond, aber diese Bilder kommen dem sehr nahe", sagt Scott Hensley vom "Jet Propulsion Laboratory der Nasa". Die bisher beste Auflösung der Südpolregion lieferte der Clementine-Raumfahrzeug. Ihre Bilder hatten eine Auflösung von einem Kilometer pro Pixel.


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Zwischen 406.740 und 356.410 Kilometer entfernt
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"Lunar Reconnaissance Orbiter - Nasa's First Step Back to the Moon" von der Nasa "Nasa Views Landing Site Through Eyes of Future Moon Crew" von der Nasa
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29.02.2008, zuletzt aktualisiert am 18.06.2009 / mp, jus mit Material der Nasa, dpa