Studien: Medikamente verhindern eine HIV-Übertragung
Laut "Act Up" betreffen die Ergebnisse nur eine kleine Zahl der Betroffenen
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Mehrere Studien haben ergeben, dass Aids-Patienten auch bei ungeschütztem Sex den HI-Virus nicht übertragen, wenn sie sich einer Kombinationstherapie unterziehen. Wie die Kommission für Aidsfragen der Schweiz am Mittwoch, den 30. Januar 2008 bei der Vorstellung eines Berichts erläuterte, kamen vier Untersuchungen zu dem Schluss, dass nach einer mindestens sechs Monate langen Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten keine Ansteckungsgefahr mehr bestehe.
Laut der Kommission ergab eine zwischen 1990 und 2003 in Spanien erfolgte Studie mit 393 heterosexuellen Paaren, dass die HIV-positiven Partner ihre Krankheit nicht übertrugen. Drei ähnliche Studien in Brasilien, Uganda und bei Schwangeren kamen zu demselben Ergebnis. In Brasilien steckten sich den Angaben zufolge jedoch sechs Menschen an, weil sich ihre Partner nicht regelmäßig der Behandlung unterzogen.
Gesundheitsbehörden und Aids-Initiativen kritisierten die Studien, da sie homosexuelle Paare nicht berücksichtigten. Der französischen Stiftung Act Up zufolge betreffen die Ergebnisse nur eine kleine Zahl der Betroffenen. "Wir haben nicht das Gefühl, dass der wissenschaftliche Beweis schlüssig ist", sagte Roger Peabody von der in London ansässigen Aids-Stiftung "Terrence Higgins".

"Avis des médecins suisses sur la transmission du VIH : cherchez l’erreur" von "Act Up"

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31.01.2008 / afp / db
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