Bilder von Centaurus A liefern Antworten und Fragen
Forscher haben ein Schwarzes Loch beobachtet und zwei starke Röntgenquellen
© Nasa, CXC, CfA, R. Kraft et al.
US-amerikanische Forscher haben mit dem Röntgensatellit Chandra einzigartige Bilder eines supermassiven Schwarzen Loches in der knapp 14 Millionen Lichtjahre entfernten Riesengalaxie Centaurus A aufgenommen. Mit den Bildern lassen sich die Effekte von superschweren Schwarzen Löchern besonders gut beobachten, sagen die Forscher um Gregory Sivakoff von der "Ohio State University". Gleichzeitig stießen sie auf zwei ungewöhnlich starke Röntgenquellen und damit auf ein großes Rätsel.
Diese Quellen hochenergetischer Strahlen sollten nur äußerst selten vorkommen und nicht gemeinsam auftreten. Das dachten die Forscher bislang, denn bei ähnlichen Galaxien fanden sie höchstens eine Röntgenquelle. "Dass wir in Centaurus A nun gleich zwei davon entdeckt haben, bedeutet, dass wir weniger über sie wissen, als wir dachten", stellte Sivakoff fest. "Momentan gibt uns dieses Phänomen mehr Rätsel auf, als es löst."
Kompositaufnahme
Röntgenaufnahme
Sichtbares Licht
Die Forscher vermuten, dass es sich um das Objekt mit der Bezeichnung CXOU J132518.2-430304 um zwei Doppelsternsysteme handelt, in deren Mitte sie jeweils ein weiteres superschweres Schwarzes Loch vermuten. Sie gehen davon aus, dass die beiden Sterne zwar gemeinsam entstanden sind, der schwerere von ihnen jedoch zu einem Schwarzen Loch kollabierte. Dieses frisst den kleineren Partner langsam auf, wodurch die Strahlung freigesetzt wird.
Während die Forscher diese doppelte Röntgenquelle besser zu verstehen versuchen, hoffen sie mehr darüber herauszufinden, wie schwarze Löcher entstehen und welche Rolle dabei Doppelsternsysteme spielen.

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10.01.2008 / bakl / mp
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