Elefanten haben eine gute Nase für ihre Angehörigen
Dickhäuter erkennen ihre näher und entfernteren weiblichen Verwandten am Geruch
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Elefanten haben buchstäblich einen "Riecher" dafür, wo sich ihre Clanmitglieder aufhalten, haben Forscher um Richard Byrne von der schottischen Universität St Andrews herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten Elefanten mit Urin- und Bodenproben ihrer näheren und entfernteren weiblichen Verwandten konfrontiert. Die Reaktionen der Tiere zeigten, dass Elefanten den Aufenthaltsort von mindestens 17 Familienmitgliedern kennen, auch wenn sie die Tiere nicht sehen, so die Wissenschaftler.
So reagierten die Tiere überrascht, wenn sie vor sich plötzlich den Urin eines hinter ihnen gehenden Clanmitglieds rochen. Einige Tiere hatten sogar den Überblick über 30 Mitglieder ihrer Herde. Bei den Untersuchungen im Amboseli-Nationalpark in Kenia zeigte sich zudem, dass die Elefanten an Geruchsproben nicht verwandter Tiere kein Interesse hatten und sich ausschließlich mit den Proben von Mitgliedern der eigenen Herde näher befassten.
Bereits 2005 hatten Forscher herausgefunden, dass Elefanten die Stoßzähne und Knochen toter Artgenossen erkennen können. Darin unterscheiden sich die Dickhäuter von fast allen anderen Tierarten. Wissenschaftler der britischen Universität Sussex legten 19 verschiedenen Herden Holzstücke, Überresten von Büffeln oder Nashörnern und Elefantenknochen vor: Die Elefanten schenkten den Knochen ihrer Artgenossen die meiste Aufmerksamkeit. Die Forscher schlossen seinerzeit nicht aus, dass die Tiere ihre Verwandten ebenfalls am Geruch oder an der Form der Stoßzähne auch nach einer gewissen Zeit noch wiedererkennen.

Tierisch klug: Emotionen und Verstand bei Tieren


Bates LA et al (2007) African elephants have expectations about the locations of out-of-sight family members. Biol Lett, DOI 10.1098 / rsbl.2007.0529

Elefanten können sich selbst im Spiegel erkennen

05.12.2007 / dpa / mp
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