Forscher loben Japan für die zielgerichten Kampagnen
Konsequente Prävention treibt Lebenserwartung der Bevölkerung in die Höhe
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Trotz relativ niedriger Gesundheitsausgaben haben Japaner weltweit die höchste Lebenserwartung. Das Zentrum Demographischer Wandel an der Technischen Universität Dresden wertet dies als Ergebnis zielgerichteter Präventionsbemühungen. Dabei sei Japan noch in den 1960er Jahren unter den OECD-Ländern das Schlusslicht gewesen, sagt Professor Wilhelm Kirch. 1970 hat die Regierung Initiativen gestartet, die Ernährungs- und Verhaltensgewohnheiten der Bevölkerung zu verbessern.
So seien Ernährungsleitlinien herausgegeben und Kantinen überprüft worden: Es gab Aufklärungsmaßnahmen für die gesamte Bevölkerung, die langfristiger Natur waren und noch heute in aktualisierter Form eingesetzt werden. Auch in den Arztpraxen würden die Patienten in Ernährungsfragen beraten. Japanische Gesundheitsforscher analysierten zudem regelmäßig Statistiken, um Krankheitsbilder zu identifizieren, die durch Früherkennung zu heilen seien. Diesen Krankheiten wie beispielsweise Magenkrebs werde dann oberste Priorität eingeräumt. Die dafür eingeführten Vorsorgeuntersuchungen seien oft verpflichtend.
Wer sich verweigere, erleide unter Umständen finanzielle Nachteile. Keine dieser Maßnahmen sei außergewöhnlich, schreibt Kirch: Vieles wirke im Gegenteil trivial und leicht nachvollziehbar. Doch anders als viele derzeit in Deutschland diskutierte Initiativen seien die vorbeugenden Maßnahmen in Japan von Beginn an auf Langfristigkeit angelegt und mit hoher Konsequenz und Disziplin über Jahrzehnte hinweg durchgeführt worden.
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02.11.2007 / ap / db
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