Schaltmuster verrät die Aggressivität von Melanomen
Die Aggressivität von Hautkrebs lässt sich künftig viel zuverlässiger vorhersagen
Wie aggressiv und gefährlich Hautkrebs ist, lässt sich künftig in den Genen ablesen. Das haben US-amerikanische Mediziner im Rahmen einer Studie herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten bei verschiedenen Hautkrebszellen verglichen, welche Gene an- und abgeschaltet waren. Dabei identifizierten sie Abschnitte im Erbgut, deren Schaltmuster sich in ganz typischer Weise zwischen aggressiven und weniger aggressiven Formen der Krebserkrankung unterschieden.
© ap
Das neu entdeckte genetische Profil ermögliche eine zuverlässigere Einschätzung. Das genetische Schaltprofil könne helfen, aggressive Krebsformen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Bislang wird die Aggressivität von bösartigem Hautkrebs danach beurteilt, wie tief das maligne Melanom in der Haut sitzt. Es gibt jedoch immer wieder Fälle, in denen die Schwere der Erkrankung nicht mit der Prognose übereinstimmt. Daher suchten die Forscher nach Kennzeichen, die genauer und zuverlässiger Auskunft über die Aggressivität der Tumoren geben.
"Charakterprüfung für Hautkrebs" von "Bild der Wissenschaft"
"Comprehensive Expression Profiling of Tumor Cell Lines Identifies Molecular Signatures of Melanoma Progression" von "PlosOne"

03.09.2007 / db
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