Die Gesten von Orang-Utans erinnern an Scharaden
Die Tiere wiederholen Gesten, die funktionieren, und lassen die anderen weg
Die Gesten, mit denen Orang-Utans kommunizieren, sind die gleichen, mit denen Menschen in Scharadenspielen Begriffe pantomimisch ausdrücken.
© Erica Cartmill
"Man kann an der Reaktion der Tiere erkennen, ob die Tiere denken, ihr Gegenüber hätte sie ganz, teilweise oder gar nicht verstanden", sagt Richard Byrne von der St.-Andrews-Universität in Schottland. Dementsprechend wiederholen oder modifizieren sie ihre Gesten, wie die Forscher berichten. Erica Cartmill und Richard Byrne boten Orang-Utans in Gefangenschaft ein verlockendes und ein weniger attraktives Nahrungsmittel an, das sie nur mit menschlicher Hilfe erreichen konnten. Die Experimentatoren missverstanden die Tiere gelegentlich absichtlich oder verstanden sie nur teilweise.
"Die Affen machen einen deutlichen Unterschied zwischen totalem Missverstehen, indem sie alte Signale aufgaben und neue benutzten, und teilweisem Missverstehen, indem sie die Signale wiederholten, die bereits teilweise erfolgreich waren", schildert Cartmill.

Tierisch klug: Emotionen und Verstand bei Tieren


Cartmill et al (2007) Orangutans Modify Their Gestural Signaling According to Their Audience’s Comprehension. Curr Biol 17: 1 - 4

Schwingende Äste helfen Orang-Utans in Baumkronen
Nicht nur Menschen, auch Affen können vorausplanen

02.08.2007 / mp
zurück Seitenanfang Druckversion Artikel versenden 3sat / nano [E-Mail]