Vielfalt der Kopfformen zeugt von Ursprung aus Afrika
Mit jedem Kilometer Entfernung vom Ursprung werden die Schädel gleichförmiger
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Die Vielfalt menschlicher Kopfformen schwindet mit der Entfernung zum afrikanischen Kontinent, haben englische und japanische Forscher bei der Vermessung von 6000 Schädeln festgestellt. Die Schädelformen in einer Bevölkerungsgruppe ähneln sich umso mehr, je weiter entfernt von Afrika die Menschen leben. Mit jedem Kilometer würden beispielsweise die Höhe der Nase oder die Breite des Gesichts gleichförmiger. Die Forscher stützen die These, dass sich der Mensch von Afrika aus über den Globus verteilte.
So hätten die Menschen auf ihren Wanderungen nach Asien, Australien und Amerika Vielfalt eingebüßt, weil sich immer nur kleine Gruppen auf den Weg machten. Mit ihrer Analyse von Schädelformen brechen die Cambridger Forscher in die Domaine klassischer Anthropologen ein und versuchen, ein Hauptargument dieser zu entkräften. Zwischen klassischen Anthropologen und Molekularbiologen brennt seit langem ein Streit um die "Out of Africa"-Hypothese.
Die Indizien der Molekularbiologen deuten darauf hin, dass sich der moderne Mensch von Afrika aus verbreitet hat und nicht oder kaum mit Frühformen wie dem Homo erectus vermischt habe. Klassische Anthropologen halten die Schädelformen dagegen, anhand derer sie zeigen, dass es Übergänge zwischen den Menschenarten gegeben haben muss, der moderne Mensch sich unabhängig voneinander auf mehreren Kontinenten entwickelt.
2005 hatte das gleiche Forscherteam gezeigt, dass die genetische Vielfalt abnimmt, je weiter weg die Menschen von Afrika leben. Die Studie stützt ebenfalls die Theorie, dass der frühe moderne Mensch aus Ost-Afrika stammt. Von der Region des heutigen Äthiopien aus hat er dann vor rund 100.000 Jahren nach und nach die ganze Erde besiedelt. Die Forscher haben die genetische Vielfalt von 51 Bevölkerungsgruppen untersucht und mit ihrer Heimat verglichen: Die Abnahme der genetischen Vielfalt folgt genau den Wanderrouten, auf denen sich die ersten Auswanderer bewegt haben sollen.


Evolution: der Mensch auf dem Weg durch die Zeit

"The effect of ancient population bottlenecks on human phenotypic variation" von Nature.com

"Research suggests single African origin of humans" von der University of Cambridge

Europäer überholen US-Amerikaner bei der Körpergröße

20.07.2007 / db
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